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BISCHOFSZELL: "Queen Elizabeth" zurechtgestutzt

Am Samstag führte die Regionalgruppe Thurgau der Gesellschaft Schweizerischer Rosenfreunde einen Rosenschnittkurs durch. Dieser kam bei den Teilnehmern gut an.
Monika Wick
Kursleiter Kurt Herter leitet eine Kursteilnehmerin an. (Bild: Monika Wick)

Kursleiter Kurt Herter leitet eine Kursteilnehmerin an. (Bild: Monika Wick)

Monika Wick

bischofszell@thurgauerzeitung.ch

"Jetzt verstehen Sie, warum wir den Kurs letzten Samstag abgesagt und auf heute verschoben haben", erklärte Bernhard Bischof von der Regionalgruppe Thurgau der Gesellschaft Schweizerischer Rosenfreunde und deutete dabei auf die Sonne, die über der Rosenstadt strahlte. Sie machte das Vorhaben, im barocken Rosengarten einen Rosenschnittkurs durchzuführen, um einiges angenehmer.

Offensichtlich schienen die 30 Teilnehmer motiviert zu sein, Informationen zum fachgerechten Rosenschnitt zu bekommen. Mit Gartenhandschuhen, Gartenscheren und Eimern bewaffnet lauschten sie den Worten Kurt Herters. "Er ist eine Koryphäe auf seinem Gebiet", sagte Bernhard Bischof über den Seniorchef von "Herter Baumschule und Rosen". Wie sich herausstellte, ist der Nussbaumer kein Mann der grossen Worte. Nach einer kurzen Einführung erhielten die Kursteilnehmer die Gelegenheit, das neuerworbene, theoretische Wissen in die Praxis umzusetzen.

Die Angst vor dem Schneiden nehmen

Während sich die Rosenfreunde "Queen Elisabeth", "Francine Jordi" oder "Chorus" zurechtstutzten, schaute ihnen Kurt Herter über die Schultern und stand mit Wort und Tat hilfreich zur Seite. "Der Kurs soll den Teilnehmern die Angst vor dem Schneiden nehmen. Zuerst sind sie immer sehr zaghaft, dabei darf man recht rabiat an die Arbeit gehen", sagte Kurt Herter. "Auch wenn einmal zu viel zurückgeschnitten wird, ist das kein Problem. Dann treiben die Rosen eben weiter unten wieder aus", fügte er hinzu. Laut Kurt Herter werden Edel-, Beet-, Miniatur- und Stammrosen zwischen November und Ende März geschnitten. Zum Schutz vor Schneebruch empfiehlt es sich im Herbst die Triebe einzukürzen. "Tiefer! Noch tiefer!", ermahnte Kurt Herter eine Kursteilnehmerin, die sich nicht sicher war, wo sie den Schnitt ansetzen sollte und erklärte, dass die Triebe bis auf drei Augen gekürzt werden. Mit "Augen" meinte der Fachmann die kleinen Knospen, die bereits zu erkennen waren. Zudem empfahl er, die Triebe, die zur Seite wachsen, stehen zu lassen. "So wird die Rose buschiger".

Anders als bei Edel-, Beet-, Miniatur- und Stammrosen ist bei den Kletter- und Strauchrosen Vorsicht geboten. Diese blühen am alten Holz, daher darf nicht zu viel geschnitten werden. "Mit dem Schneiden kommt der Mut", versicherte Kurt Herter. Das Ergebnis ihrer Arbeit können die Kursteilnehmer in ein paar Wochen bewundern, wenn die Rosen spriessen. Im Anschluss an den Kurs trafen sich die Hobbygärtner im Bistro zu Tisch, wo weiter über den perfekten Schnitt diskutiert wurde.

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