BISCHOFSZELL: Petrus mag das «Obertor»

Am Fest des Bischofszeller Schulhauses Obertor konnten Schüler und Kindergärtler an 13 Spielposten ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen.

Werner Lenzin
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Erstklässlerin Livia trifft mit ihrem Papierflieger ins Ziel. (Bild: Werner Lenzin)

Erstklässlerin Livia trifft mit ihrem Papierflieger ins Ziel. (Bild: Werner Lenzin)

BISCHOFSZELL. Gespannt begaben sie sich an diesem herrlichen Donnerstagabend zum Schulhaus Obertor: Schülerinnen und Schüler, begleitet von Eltern, Grosseltern sowie Angehörigen und Bekannten. Petrus ist auch ein «Obertörler» – davon waren alle überzeugt, und sie behielten Recht. Das Wetter spielte mit.

Auf dem Pausenplatz suchte man sich ein schattiges Plätzchen und genoss das kühle Lüftchen. «Hebed Sorg zu dem Planet, dass jede sini Zuekunft gseht», sangen die 85 Schulkinder der Unterstufe. Anwesend waren auch Mädchen und Buben vom Kindergarten Bitzi sowie Ehemalige aus dem Schulhaus Hoffnungsgut. «Vor 25 Jahren wurde der Anlass ins Leben gerufen und es ist uns allen ein Anliegen, zusammen mit Kindern und Eltern ein Fest feiern zu dürfen», sagte Schulleiter Ueli Naef bei der Begrüssung.

Familien- und Spielfest

Die meisten Kinder erleben während ihrer Unterstufenzeit einmal das alle zwei Jahre stattfindende Obertorfest. Alle sind sich einig: Diese Tradition soll lebendig erhalten bleiben. Bewusst gestalten die Verantwortlichen den Anlass jeweils als Familien- und Spielfest – auch für die Bewohner des Quartiers sowie Gäste aus dem Städtli. Die Begegnung zwischen Erwachsenen und Kindern ist eine Bereicherung. Die Drittklässler halfen am Nachmittag tatkräftig beim Einrichten mit.

Dann ging es endlich los. Ausgerüstet mit dem zierlichen, von den Schülern selber gezeichneten kleinen Festführer machten sich alle auf zu den 13 Posten auf dem Schulareal. Im Vordergrund stand dabei nicht der Wettkampf nach messbaren Kriterien, sondern der Spass am persönlichen Erfolgserlebnis. Das Angebot reichte vom Turmbauen und Nüssetreffen über den Zielflug mit dem Papierflieger bis hin zum Becherstapeln. Überall brauchte es viel Geschick und Konzentration. Wer genügend Punkte gesammelt hatte, legte seine Liste in einen Behälter für die Verlosung. Den besten 20 Schülern winkte ein Preis.

Zum Schluss ins Kino

Ausgestellt waren auch Fotos von der Projektwoche und von früheren Obertorfesten. Man genoss die Penne von Giuseppe und Nino von der «Colonia Libera Italiana», und zum Abschluss trafen sich die Schüler im Kinderkino. «Noch schöner wäre es, wenn sich der Kindergarten Nord integrieren liesse, aber leider ist dies räumlich nicht machbar», stellte der Schulleiter fest.