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BISCHOFSZELL: Lesen kommt nicht aus der Mode

Eine der ältesten Institutionen der Rosenstadt ist die Bibliothek. Vor 125 Jahren gegründet, ist sie nach wie vor ein Verein. Zum Jubiläum gibt es ein attraktives Programm für Jung und Alt.
Georg Stelzner
Tauschen Meinungen über Kinderbücher aus: Vereinspräsidentin Frances Bischof, flankiert von Elvira Meier (l.), Vereinsaktuarin und Bibliothekarin, und Rita Joller, Vorstandsmitglied und Bibliotheksleiterin. (Bild: Andrea Stalder)

Tauschen Meinungen über Kinderbücher aus: Vereinspräsidentin Frances Bischof, flankiert von Elvira Meier (l.), Vereinsaktuarin und Bibliothekarin, und Rita Joller, Vorstandsmitglied und Bibliotheksleiterin. (Bild: Andrea Stalder)

Georg Stelzner

georg.stelzner@thurgauerzeitung.ch

Ein wenig ist Frances Bischof die Diskussionen über die Zukunft des Buches schon leid. Zu oft wurde diesem Kulturträger bereits das Ende prophezeit – bis anhin immer zu Unrecht. «Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass Bücher und damit auch die Bibliotheken eine Zukunft haben», sagt die seit 2015 amtierende Vereinspräsidentin. Man dürfe jedoch die Hände nicht in den Schoss legen, sondern müsse sich immer bemühen, mit der Entwicklung Schritt zu halten, führt Frances Bischof weiter aus.

Der Vorstand der Bibliothek Bischofszell hat in der Vergangenheit wiederholt bewiesen, dass er es versteht, die Zeichen der Zeit zu erkennen. So wurde in den Neunzigerjahren ein Com- putersystem für die Ausleihe und die Katalogisierung angeschafft, und seit 2010 ist es möglich, den Bestand der Bibliothek direkt per Internet abzurufen, Reservierungen vorzunehmen und die Ausleihzeit zu verlängern. «Die digitale Bibliothek gewinnt laufend an Bedeutung», weiss Elvira Meier, die dem sechsköpfigen Bibliotheksteam angehört.

Zuerst in der Marktgasse, heute im Sandbänkli

Derzeit besteht das Angebot aus rund 15000 Medien. Das sind heutzutage längst nicht nur konventionelle Bücher, sondern auch CDs, Kassetten, DVDs, Comics, englischsprachige Kinderbücher, Zeitschriften und Hörbücher. Zum Vergleich: Zur Zeit ihrer Gründung konnte die Bibliothek 1554 Bücher zur Ausleihe anbieten. «Jedes Jahr werden 10 Prozent der Medien ausgemustert, weil sie zu alt sind oder nicht mehr ausgeliehen werden. So entsteht immer wieder Platz für Neuanschaffungen», erklärt Rita Joller, seit Jahresbeginn als Nachfolgerin von Elisabeth Geisser, neue Leiterin der Bibliothek.

Im Laufe ihres Bestehens ist die Einrichtung mehrmals um- gezogen. Ursprünglich im Rathaus an der Marktgasse untergebracht, wurde das 50-Jahr-Jubiläum im alten Sekundarschulhaus an der Steigstrasse gefeiert. Seit Ende 1983 ist die Villa Kundert im Sandbänkli das Domizil der Bibliothek. «Hier wird es allerdings immer enger, und es ist schwierig, heute noch für alle Bedürfnisse zeitgemässe Bedingungen zu bieten», gibt Frances Bischof zu bedenken. Auch das Fehlen eines Lifts erweise sich als Nachteil des jetzigen Standorts. Laut Auskunft der Präsidentin werden in dieser Angelegenheit Gespräche mit der Stadt geführt. Ideen seien vorhanden, eine Lösung gebe es aber noch nicht.

Trotz des Raumproblems und der Herausforderung, Jahr für Jahr die Finanzierung sicherstellen zu müssen, möchte Frances Bischof daran festhalten, die Bibliothek als Verein und nicht als städtische Institution zu führen. Sie schätzt die Autonomie und glaubt, dass es gerade die Eigenverantwortung ist, aus welcher der Vorstand und das Bibliotheksteam die Energie zur Erfüllung der Aufgaben beziehen.

Kontakt und Information

info@bibliothek-bischofszell.ch; www.bibliothek-bischofszell.ch

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