Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

BISCHOFSZELL: Leiten, organisieren und entlasten

Eine Veränderung ist nötig. So lautete der Grundtenor der Diskussionen im Workshop der evangelischen Kirchgemeinde über die künftigen Strukturen.

Nach dem Gottesdienst vom vergangenen Sonntag diskutierten in der Johanneskirche über 100 Personen über die Ideen der Vorsteherschaft rund um die weitere Entwicklung der Evangelischen Kirchgemeinde Bischofszell-Hauptwil. Anlass dazu boten die wachsenden Anforderungen an das kirchliche Engagement und die bevorstehende Pensionierung von Gemeindehelfer Daniel Aebersold, der in über drei Jahrzehnten in die Rolle des Gemeindemanagers und Konventsleiters hineingewachsen ist.

Kirchenvorsteher Thomas Friederich, der die Arbeitsgruppe Gemeindestruktur leitet, sagte: «Sehr viele Fäden sind bei Daniel Aebersold zusammengelaufen. Diese Fussstapfen können nicht 1:1 mit einer neuen Person gefüllt werden.» Es sei die Idee entstanden, eine neue Stelle zu schaffen, für die man sich vorderhand auf den Begriff «Kirchgemeindeschreiber» verständigt habe.

Die Aufstockung muss finanzierbar sein

Friederich gab einen Einblick in den angedachten Stellenbeschrieb des neuen Diakons und des Kirchgemeindeschreibers. Letzterer würde die Verwaltung leiten und organisieren sowie die Angestellten, die im theologisch-diakonischen Dienst stehen, entlasten. Vorgesehen sei ein Stellenpensum von 80 Prozent. Dies würde bei allen anderen ebenso angedachten Veränderungen bedeuten, dass der gesamte Stellenetat im vertretbaren und finanzierbaren Rahmen nur um 30 Prozent erhöht werden müsste.

Pfarrer Erich Wagner erwartet eine Entlastung von administrativen Aufgaben und dass sich die Pfarrer und Diakone besser auf die Anliegen der Mitglieder fokussieren können. Ausserdem verspricht er sich eine Professionalisierung der Organisation und Kommunikation. Der Kirchenrat der Evangelischen Landeskirche Thurgau, Rolf Bartholdi, stand dem Ansinnen positiv gegenüber.

Gemeindeversammlung kann mitreden

In den Gruppenarbeiten und während der Diskussion wurden einige Anregungen eingebracht. So wurde der Wunsch nach einem höheren Frauenanteil laut. Es müsse das Ziel sein, dass die Organisation schlank gehalten wird und die Finanzen im Lot bleiben. Der Kirchgemeindeschreiber müsse ein Schwergewicht im Projektmanagement haben und in der Kommunikation Optimierungspotenzial freisetzen. Als Alternative wurde vor- geschlagen, das Pflegeramt auszubauen. Diakon wie Gemeindeschreiber sollen gemäss den Voten mehrerer Teilnehmer nicht nur fachlich versiert, sondern auch im Glauben verwurzelt sein. Man dürfe nicht in althergebrachten Gepflogenheiten verharren, hiess es weiter. Es sei auch wichtig, dass sich die Mitarbeitenden tatsächlich entlasten lassen.

Voraussichtlich an der Kirchgemeindeversammlung vom 11. Dezember 2017 wird über eine konkrete Vorlage abgestimmt. Kirchgemeindepräsident Roman Salzmann betonte, dass eine Abstimmung nicht zwingend nötig sei: «Wir wollen aber transparent vorgehen und möglichst viele Ideen aufnehmen, um eine angepasste Struktur zu schaffen, die den Gemeindegliedern optimal dient.» (red)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.