BISCHOFSZELL: Im Zentrum stehen die Lehrpersonen

Mit dem zu Ende gehenden Schuljahr verlässt Schulleiter Jean-Philippe Gerber das Schulhaus Hoffnungsgut. Er blickt zurück auf seine langjährige Tätigkeit.

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Schulleiter Jean-Philippe Gerber verlässt das Schulhaus Hoffnungsgut diesen Sommer. (Bild: Werner Lenzin)

Schulleiter Jean-Philippe Gerber verlässt das Schulhaus Hoffnungsgut diesen Sommer. (Bild: Werner Lenzin)

«Für mich ist es der richtige Zeitpunkt, um ein neues Kapitel aufzuschlagen, und ich breche zu neuen Ufern auf, wie ich es im Verlaufe meines beruflichen Werdegangs immer wieder getan habe», sagt Schulleiter Jean-Philippe Gerber und zieht vor seinem Weggang vom Schulhaus Hoffnungsgut Bilanz. Dort hat er elf Jahre an der Mittelstufe unterrichtet und nach einem siebenjährigen Unterbruch als Mitar-beiter bei der kantonalen Schul- evaluation die Schule während sieben Jahren geleitet.

Wertschätzende Feedbackkultur

Der scheidende Schulleiter blickt zurück: «Zusammen mit meinen Lehrpersonen habe ich versucht, Theorie und Praxis zu verknüpfen und das Ganze gemeinsam weiterzuentwickeln.» Mit Ideen von Seiten der Behörde und der Kolleginnen und Kollegen wurde er bei seiner Arbeit tatkräftig unterstützt. Wichtig war dem scheidenden Schulleiter, die gute Dialogkultur zu pflegen und aufrecht zu erhalten, denn für ihn ist klar: «Ein Schulleiter muss für seine Basis ein Grundklima des Vertrauens und der Verlässlichkeit schaffen.» Er legte viel Wert darauf, dass sich die Lehrpersonen auf ihn verlassen konnten. Seine Präsenz war für ihn wichtig und jede Lehrerin und jeder Lehrer durfte bei ihm anklopfen. «Ich sehe mich als Vermittler und Koordinator zwischen den Lehrpersonen und der Behörde als strategische Leitung.» Das ist Gerber wichtig, denn die Kolleginnen und Kollegen stehen für ihn im Zentrum.

Literale Bildung und soziales Lernen

Die Schwerpunkte des scheidenden Schulleiters waren unterem anderen die sozialen Netzwerke, in denen sich die Schüler regelmässig bewegen, und die literale Bildung. Gerber war auch bestrebt, dass die VSG Bischofszell ihren pädagogischen Mitarbeitenden für die Implementierung des Lehrplans Volksschule Thurgau mit der «Lernspur» ein Reflexionsinstrument zur Verfügung stellt, welches den Anwendern vielfältige Denkaktivitäten eröffnet.

«Jean-Philippe Gerber lebt für die Schule, daher hat er immer wieder neue innovative Ideen ins Team gebracht. Ganz wichtig ist ihm die Zusammenarbeit der Lehrpersonen und dafür hat er auch Zeitgefässe bereitgestellt», lobt Mittelstufenlehrer Hansueli Steinmann die Tätigkeit seines Kollegen und späteren Chefs.

Werner Lenzin

bischofszell@thurgauerzeitung.ch