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BISCHOFSZELL: Herausforderung für Heidi Grau

Zum 33. Mal erscheint die Fasnachtszeitung «Giftsprütze». Die Situ-Narren nehmen ihre Zeitgenossen gnadenlos auf die Schippe. Der Thurgauer Grossratspräsidentin bieten sie eine Wette an.

Wenn die Fasnachtszeitung der Situ-Narren in einer Auflage von 1000 Exemplaren erscheint, dann steht in der Rosenstadt die fünfte Jahreszeit vor der Tür. Seit 33 Jahren gibt es diese Zeitung, welche ursprünglich von einem Redaktor der damaligen «Bischofszeller Nachrichten» ins Leben gerufen wurde.

Für Markus Fäh, Präsident der Situ-Narren, und sein Team beginnen die Vorbereitungen jeweils sehr früh. «Wir machen uns das ganze Jahr Notizen, spitzen die Ohren und pflegen einen regen Kontakt mit der Bevölkerung», sagt Fäh. Seine Kollegen und er sind dankbar dafür, dass es verlässliche Informanten gibt. Fäh und seinen Helfern ist es wichtig, niemanden zu verletzen: «Grossmehrheitlich wird die Zeitung positiv aufgenommen und meistens ist es eine Ehre, in ihr zu erscheinen». Welches persönliche Ziel verfolgt der Präsident mit der Veröffentlichung? «Wir wollen ein Stück Kultur erhalten, die sich zusammen mit dem Fasnachtsumzug etabliert hat.»

Humoristische Aufarbeitung des Jahres

Zu den ständigen Rubriken der Zeitung gehören die Fragen an Radio Situan und «Wetten, dass…». Gespannt wartet die Bevölkerung immer auf die Wette im «Humoristischen Organ für Bischofszell und Umgebung», wie sich das Blatt nennt.

Heuer geht die Herausforderung an die Grossratspräsidentin und Gemeindepräsidentin von Zihlschlacht-Sitterdorf, Heidi Grau. Die Situ-Narren wetten mit ihr, dass sie es nicht schaffen wird, mit der ersten mobilen Casino-Version am Umzug teilzunehmen. Die Situ-Narren haben aus «zuverlässigen Quellen» erfahren, dass ein Casinobesuch zum Freizeitvergnügen der Politikerin gehört. Sollte sie es trotzdem schaffen, so werden sie und ihre Gehilfen und Komparsen zum Nachtessen eingeladen.

Verschiedene aktuelle Themen kommen ebenfalls aufs Tapet. So die Haldenstrasse, die immer mehr rutscht, das riskante Rückwärtsfahren mit einem Mobi-Car, Franky, der Fussballgott, und der bekannte Rosenkavalier mit dem markanten Schnauzbart. Humorvoll präsentiert werden zudem auch Anita und Julias Kreuzfahrt, Crocodile-Franz, die zurückgebliebene Viererbande und ein Frosch, die neue Immi- grationswelle, die wundersame Brotvermehrung in der Degenau und – wie könne es anders sein – Tierschützer Reinhold Zepf.

Wer mehr erfahren möchte über den Stadt-Mief, den Rosen-mist, das missglückte Sägemanöver eines Rentnerpaares und vieles mehr, der besorgt sich die Zeitung zum Preis von 5.50 Franken. Mit dem Erlös finanzieren die Situ-Narren den Umzug vom 17. Februar. Ein allfälliger Überschuss kommt einer wohl- tätigen Institution zugute.

Werner Lenzin

bischofszell@thurgauerzeitung.ch

Bezugsquellen

Migrolino, Landi, Coiffeursalons Charisma und Jeanette, Bücher zum Turm, Restaurant Waldhof, Bischofszell; Königsbeck, Zihlschlacht; Restaurant Hirschen, Sitterdorf; Volg, Hauptwil; und Strassenverkauf durch Schüler.

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