BISCHOFSZELL: Gleich lange Spiesse für alle

Während sieben Stunden präsentierten sich am Sonntag in der Bitzihalle 50 Aussteller. Die zum achten Mal durchgeführte Tischmesse fand beim Publikum grossen Anklang.

Sara Carracedo
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Die Tischmesse erweist sich als Genuss für alle Sinne: Zwei Ausstellungsbesucher degustierten einen edlen Tropfen. (Bild: Sara Carracedo)

Die Tischmesse erweist sich als Genuss für alle Sinne: Zwei Ausstellungsbesucher degustierten einen edlen Tropfen. (Bild: Sara Carracedo)

BISCHOFSZELL. Ein Tisch mit einer Fläche von 180 mal 80 cm zählt nicht zu den grossen Exemplaren. Dennoch reicht diese Fläche den Ausstellern seit acht Jahren, um ihr Geschäft erfolgreich zu präsentieren. Genau diese Grösse hatten die am Sonntag in der Bischofszeller Bitzihalle aufgestellten Tische. Viele Firmen sind seit Beginn dieser Bischofszeller Gewerbeausstellung mit von der Partie, und einige waren heuer zum ersten Mal präsent.

Von der Kundenmetzgerei Zeller aus Andwil über Top Temporär Steiner aus Bischofszell bis hin zur Bioenergetischen Mediation aus Arbon – sie alle standen den neugierigen Blicken und Fragen der rund 2000 Besucher zur Verfügung. Für viele Gründer neuer Firmen ist die Tischmesse eine ideale Plattform, um sich erstmals der Öffentlichkeit vorzustellen. Kostenpunkt für die zur Verfügung gestellten 1,44 Quadratmeter sind 150 Franken. Wer Mitglied des Gewerbevereins Bischofszell ist, erhält eine Vergünstigung von 50 Franken.

Doch nicht nur die kostengünstige Teilnahme ist ein klarer Vorteil, auch den geringen Aufwand erachten viele als positiv. Daniela Limoncelli, Betreiberin von Tai Chi Qigong aus Hauptwil, war das erste Mal dabei. «Uns reicht ein Tisch völlig aus. Wir können unsere Prospekte anbieten und im Gespräch den interessierten Personen mehr über uns erzählen», sagte sie. Aber auch alteingesessene Firmen haben die Messe längst für sich entdeckt. So nahm beispielsweise Spa Coiffure und Kosmetik aus Bischofszell, ein vor 20 Jahren gegründetes Geschäft, mit Begeisterung an der Tischmesse teil.

Einen herkömmlichen Messeplatz zu füllen, sei für viele lokale KMU recht schwierig, und nur wenigen reiche der angebotene Platz nicht, erklärte Roland Geiger, Organisator und Gründer der Tischmesse. Die Spielregeln hatte er vor der Durchführung der ersten Veranstaltung klar definiert, und an diesen will er auch festhalten.

Aussteller konzentrieren sich auf das Wichtigste

Den Besuchern scheint das Konzept zu gefallen, wie die vielen positiven Kommentare zeigten. Dass bei dieser Ausstellung auf relativ kleinem Raum viel gemacht werden kann, bestätigte man auch bei Allianz Suisse aus Bischofszell. Die Versicherung ist normalerweise wesentlich grössere Ausstellungsflächen gewohnt. An ihrem Stand befand sich am Sonntag aber lediglich ein hölzernes Modellhaus mit Garten und Automobil. Mit wenig Aufwand wurde so anschaulich dargestellt, welche Dienstleitungen angeboten werden. Für weitere Erklärungen stand das Team der Versicherungsgesellschaft gleich nebenan bereit.