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BISCHOFSZELL: Feuriger Empfang für die Weltmeister

Der Einheimische Kurt Frieden und der Schlatter Pascal Witprächtiger haben sich zum zweiten Mal hintereinander den Weltmeistertitel mit dem Gasballon erkämpft. Freunde und Bevölkerung machten den Königen der Lüfte ihre Aufwartung.
Manuel Nagel
Der Wanderpokal zum Coup Aeronautique Gordon Bennett. (Bild: pd)

Der Wanderpokal zum Coup Aeronautique Gordon Bennett. (Bild: pd)

BISCHOFSZELL. Einen Weltmeister sieht man nicht alle Tage, und mit ihm den Titel feiern, das kommt noch viel seltener vor. Die Hohentanner Einwohner konnten am Samstag gleich beide Gelegenheiten beim Schopf packen, als sie «ihren» Ballonfahrer Kurt Frieden mit seinem Kompagnon Pascal Witprächtiger aus Schlatt im Dorf empfingen.

Vor genau einem Monat waren die beiden Thurgauer hoch oben in der Luft – irgendwo über den Alpen. Am 18. September startete das Duo im nordrhein-westfälischen Gladbeck (D) und am 21. September landete ihr Ballon im griechischen Stavros. Ganze 58 Stunden und 12 Minuten waren die beiden in der Luft und legten 1803 Kilometer Luftlinie zurück. «Effektiv waren es sogar 2200 Kilometer», sagt Kurt Frieden. Sie hätten ja noch den einen oder anderen Bogen gemacht.

24 Gasballone waren aufgebrochen, um die weiteste Distanz zu erreichen, und nur fünf der Mitbewerber von Frieden/Witprächtiger schafften es ebenfalls am Mont Blanc vorbei nach Italien. Die anderen 18 Teams landeten allesamt vor den Alpen. «Als wir dann am Funk mit der italienischen Flugsicherung hörten, dass die zwei letzten Konkurrenten ebenfalls in Italien landen würden, war unsere Freude gross, und die Überfahrt nach Griechenland wurde zur Triumphfahrt», beschreibt Kurt Frieden den Moment, als feststand, dass der Weltmeistertitel erneut in den Thurgau geht.

Der Pokal soll für immer im Thurgau bleiben

Es war die erfolgreiche Titelverteidigung, und diese wurde am Samstag in Hohentannen gebührend gefeiert. Acht Ballonfahrer-Kollegen standen mit ihren Körben Spalier und bereiteten den Weltmeistern mit ihren Brennern einen feurigen Empfang.

Anschliessend feierten 150 Menschen in der «Hirschenschür» die Könige der Lüfte. Den Apéro spendierte die Gemeinde Hohentannen, deren Vizepräsident René Honauer es sich nicht nehmen liess, seinem erfolgreichen Einwohner persönlich zu gratulieren. Friedens Bruder Urs organisierte zusammen mit dem Dorfverein den Anlass.

Aber auch die vielen Helfer im Hintergrund gingen nicht vergessen. «Ohne das Meteo-, das Flugsicherungs- und das Taktikteam am Boden wäre unser Erfolg nicht möglich gewesen», stellte Kurt Frieden klar.

Die zahlreichen Gratulanten, unter ihnen auch Bruno Scherrer, langjähriger Präsident des Aeroclubs Ostschweiz, konnten in einem spannenden Erlebnisbericht mit spektakulären Bildern die Fahrt hautnah miterleben.

Die nächste Weltmeisterschaft findet im September 2017 am Fusse des Schlosses Greyerz statt. Die beiden Piloten haben sich vorgenommen, den Coupe Aeronautique Gordon Bennett das dritte Mal in Folge zu gewinnen, damit der Wanderpokal endgültig im Thurgau bleibt.

Mit der Goldmedaille um den Hals werden Kurt Frieden und Pascal Witprächtiger von ihren Ballonfahrer-Kollegen empfangen. (Bild: pd)

Mit der Goldmedaille um den Hals werden Kurt Frieden und Pascal Witprächtiger von ihren Ballonfahrer-Kollegen empfangen. (Bild: pd)

Die strahlenden Sieger Kurt Frieden (links) und Pascal Witprächtiger (rechts) zusammen mit Bruno Scherrer vom Aeroclub Ostschweiz. (Bild: pd)

Die strahlenden Sieger Kurt Frieden (links) und Pascal Witprächtiger (rechts) zusammen mit Bruno Scherrer vom Aeroclub Ostschweiz. (Bild: pd)

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