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BISCHOFSZELL: Eine Neuausrichtung soll das Überleben sichern

Die Pflege der Kameradschaft wird im Unteroffiziersverein immer wichtiger, während der ursprüngliche Zweck praktisch keine Rolle mehr spielt. Es fehlt jeglicher Nachwuchs, und die meisten Mitglieder haben das Pensionsalter erreicht.

Es ist in den letzten Jahren ruhig geworden um den Unteroffiziersverein (UOV) Bischofszell. Vorbei sind die Zeiten, da der Name Bischofszell wegen seiner Militärwettkämpfe in Europa bekannt war. Inzwischen gibt es im UOV keinen Nachwuchs mehr, der sich aktiv weiterbilden will und dabei auch Wert auf eine gute Kameradschaft legt. An der Jahresversammlung vom 2. Februar trat fast der ganze Vorstand zusammen mit dem Präsidenten, Norbert Zimmer, zurück.

Die ältesten Akten des UOV Bischofszell datieren vom Jahr 1893. In einem Inserat wurde damals zur Hauptversammlung eingeladen. Bekannt wurde der UOV vor allem nach dem ersten internationalen Militärwettkampf im Jahr 1978. Da waren Patrouillen aus ganz Europa eingeladen, sich im militärischen Wettkampf zu messen und die Kameradschaft über die Landes- und Sprachgrenzen hinaus zu pflegen. Die Teilnehmer kamen nicht nur aus den Nachbarländern. Man durfte in der Folge sogar Wettkämpfer aus Ungarn und Lettland begrüssen. Militärische Frauengruppen machten ebenfalls mit.

Klassische und neu erfundene Disziplinen

Populär wurde der «Bischofszeller» vor allem dadurch, dass die Organisatoren neben militärischen Disziplinen wie Schiessen, Handgranatenwerfen, militärisches Wissen oder Hindernislauf auch immer wieder originelle Aufgaben ins Programm einflochten, auf die sich die Wettkämpfer kaum hatten vorbereiten können. Wer war denn schon einmal auf eine Telefonstange geklettert oder hatte einen Weiher im Schlauchboot überquert?

In den besten Zeiten bestritten bis zu 150 Patrouillen den Bischofszeller Militärwettkampf. Beliebt war der Anlass auch wegen der guten Kameradschaft. Doch nach rund 20 Jahren liess das Interesse so stark nach, dass sich der grosse Aufwand nicht mehr lohnte. Zum Schluss waren es gerade noch rund 20 Patrouillen, die um die begehrten Hellebarden für die Sieger kämpften. Mit mit dem Jahrtausendwechsel kam das Ende der ehemals so beliebten Veranstaltung.

An der Jahresversammlung im Restaurant Hirschen stellte Tagespräsident Bernhard Bischof mit Markus J. Hauri, dem neuen UOV-Präsidenten, das Konzept für die Zukunft vor. Zuerst hatte man einen neuen Verein Alte Garde gründen und den UOV auflösen wollen. Dann stellte sich aber heraus, dass die Verpflichtungen mit dem Clubhaus Probleme bereiten könnten. Deshalb wurde nur der Vereinszweck in den Statuten angepasst. Künftig steht die Pflege der Kameradschaft im Mittelpunkt. Obmann Peter-Rudolf Hirschi, der mit Markus J. Hauri und Kassier Paul Würms die neue Führungscrew bildet, stellte das Jahresprogramm 2018 vor. Es zeigt, dass der UOV Bischofszell mit der neuen Ausrichtung ernst macht.

Erwin Schönenberger

bischofszell@thurgauerzeitung.ch

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