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BISCHOFSZELL: Eine Kirche voll mit Latin-Jazz-Klängen

Der hiesige Lehrerchor Blech und der St. Galler Chor The Tunes begeisterten das Publikum mit ihrer Interpretation von «The Latin Jazz Mass».
Komponist Martin Völlinger spielt am Klavier. (Bild: Erwin Schönenberger)

Komponist Martin Völlinger spielt am Klavier. (Bild: Erwin Schönenberger)

Der aus Deutschland stammende und in der Schweiz als Musiker und Komponist tätige Martin Völlinger hat mit «The Latin Jazz Mass» einen grossen Wurf gelandet. Kein Wunder, dass diese mitreissende Messe im In- und Ausland schon viele begeisternde Aufführungen erlebt hat! Dank des Leiters der beiden Chöre Blech aus Bischofszell und The Tunes aus St. Gallen, Philippe Frey, kamen am Dienstagabend die Bischofszeller im Rahmen der Rosen- und Kulturwoche in der Pelagiuskirche in den Genuss ­dieses besonderen Werks, das den Rahmen üblicher Messen sprengt.

Dass der Chorleiter Philippe Frey und der Komponist Martin Völlinger zumindest musikalisch das Heu auf der gleichen Bühne haben, wurde schnell spürbar, und dies nicht nur daran, dass Völlinger den Klavierpart übernahm. Da wurden die südamerikanischen Rhythmen nicht nur perfekt umgesetzt, nein, da blieben auch Zeit und Raum für die überschäumende Freude, die das Werk auszeichnet, und für improvisatorische Einlagen, die wohl kaum in der Partitur ausgeschrieben sind. Von Beginn an ging das Publikum begeistert mit und zeigte seine Freude im spontanen Applaus nach den einzelnen liturgischen Sätzen, was ja sonst bei Kirchenmusik eher verpönt ist.

«Ave Maria» füllt den Kirchenraum

Für den für diese Musik typischen Groove und Rhythmus sorgte eine Rhythmusgruppe, und die Saxophonistin Sandra Bötschi sorgte mit ihren jazzigen Einlagen oft noch für das musikalische Tüpfchen auf dem «i». Die Freude des Chors an dieser besonderen Messe manifestierte sich auch darin, dass die meisten Sängerinnen und Sänger ihren Part auswendig vortrugen und es so dem Dirigenten Philippe Frey einfach machten, seine Interpretation auf Chor und Band zu übertragen. Manche Sätze wirkten so intensiv, dass man das Gefühl hatte, die ganze Kirche sei voll von den mitreissenden Klängen. Das Publikum war begeistert und mitgerissen und dankte den Ausführenden mit einem Riesenapplaus und Standing Ovations. Dass als Zugabe dann noch ein kleines Medley mit Melodien aus der Messe gegeben wurde, war der letzte Höhepunkt des einmaligen Konzerts.

Erwin Schönenberger

bischofszell@thurgauerzeitung.ch

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