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BISCHOFSZELL: Eine Idee setzt sich durch

In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit entstand im April 1998 im Thurgau eine neue Hoffnungsträgerin: Kompass Arbeitsintegration. Jetzt wird die Vernetzung mit der Wirtschaft intensiviert.
Cyrill Rüegger
«Kompass»-Geschäftsführer Marcel Rüegger stellt ein Prunkstück in der Autowerkstatt vor, das nicht nur Stellenlose motiviert, sondern auch Vorstandsmitglied Walter Luginbühl und «Kompass»-Initiant Claude Müller begeistert. (Bild: PD)

«Kompass»-Geschäftsführer Marcel Rüegger stellt ein Prunkstück in der Autowerkstatt vor, das nicht nur Stellenlose motiviert, sondern auch Vorstandsmitglied Walter Luginbühl und «Kompass»-Initiant Claude Müller begeistert. (Bild: PD)

Cyrill Rüegger

bischofszell

@thurgauerzeitung.ch

Kompass Arbeitsintegration ist besonders erfolgreich ins Jubiläumsjahr gestartet: Die Vermittlungsquote ist seit einigen Monaten so hoch wie noch nie in der 20-jährigen Vereinsgeschichte. Doch man wolle sich ständig weiterentwickeln und noch wirksamer helfen, erwerbslosen Menschen sinnstiftende Impulse mit spannenden Arbeiten zu bieten, sagt Geschäftsführer Marcel Rüegger: «Mit dem ‹Kompass›- Forum für Wirtschaft und Arbeitsintegration wollen wir ein neues Zeichen setzen, weil wir erkannt haben, dass die zielgerichtete Vernetzung von Unternehmen und Organisationen im Bereich der Arbeitsintegration noch viel Potenzial in sich birgt.»

Rüegger erinnert sich an die Anfänge vor 20 Jahren: «Claude Müller hatte eine Idee und sah die alte Papierfabrik voller Leben. Am 1. April 1998 starteten drei Mitarbeitende. Mit gut zehn erwerbslosen Teilnehmenden wurde ein Versuch in der Bio-Landwirtschaft und ein wenig später in der ersten Werkstätte gemacht.» 2006 sei der Höchststand mit 240 Teilnehmenden erreicht worden. Knapp zwei Jahre später schrumpfte die Teil- nehmerzahl auf 90 Personen: «Eine Herausforderung für Geschäftsleitung, Mitarbeitende und Vorstand», sagt Rüegger, der damals Vizepräsident war.

Das motivierende Umfeld trägt zum Erfolg bei

Im Jubiläumsjahr steht Kompass Arbeitsintegration mit rund 150 Teilnehmenden, sieben Abteilungen und gut 25 Mitarbeitenden auf einem soliden Fundament. Rüegger freut sich: «Wir sind ein Ort, wo Stellensuchende in einem motivierenden Umfeld neuen Elan bekommen und für Arbeiten in der Wirtschaft qua- lifiziert werden.» Beschäftigt, motiviert und qualifiziert werden Arbeitskräfte auf unterschiedlichen Gebieten: in der Autowerkstatt, im Hausdienst und der Kantine, in der Industriewerkstatt, in den mobilen Teams, der Schreinerei, der Textilwerkstatt und der Velowerkstatt.

Rüegger betont, dass die Ko- operation mit den Regiona- len Arbeitsvermittlungszentren (RAV), welche den grössten Teil der Teilnehmenden anmelden, aber auch mit den Sozialen Diensten, ausgezeichnet sei. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Unternehmen und dem kantonalen Amt für Wirtschaft und Arbeit trage dazu bei, dass Menschen unkompliziert und den Bedürfnissen der Wirtschaft entsprechend in den Arbeitsmarkt integriert werden können. Dementsprechend habe die Vermittlungsquote in den letzten Monaten auf dem höchsten Stand der Unternehmens- geschichte verharrt.

Strategisch wird Kompass Arbeitsintegration vom Verein Kompass im Hintergrund be- gleitet. Vereinspräsident Roman Salzmann sieht die Aufgabe des Vorstands vor allem darin, das operative Geschäft innovativ zu begleiten, zusammen mit der Geschäftsleitung neue Bereiche ausfindig zu machen und das Netzwerk in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft zu stärken. Deshalb ist auch das «Kompass»-Forum für Wirtschaft und Arbeitsintegration entstanden, das am 3. Mai anlässlich des 20-Jahr-Jubiläums erstmals durchgeführt wird.

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