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BISCHOFSZELL: Donald Trump bekommt sein Fett ab

Traditionsgemäss steigt am Vorabend des Umzugs die Beizenfasnacht. Hauptattraktionen sind die Auftritte der Guggenmusiken und Schnitzelbankgruppen.
Der Bischofszeller Paul Würms bringt als «Rätschbäsi» das Publikum zum Lachen. (Bild: Charlotte Kehl)

Der Bischofszeller Paul Würms bringt als «Rätschbäsi» das Publikum zum Lachen. (Bild: Charlotte Kehl)

Freitag, 20 Uhr. Schrille, gruselige und blinkende Gestalten proben auf ihren Trommeln, Tuben und Trompeten auf dem schwach beleuchteten Grubplatz. Es gibt Freibier und Punsch an diesem kalten Abend. «Popularis»-Chef Erich Bötsch begrüsst die fünf Guggenmusiken aus Bischofszell, Erlen, Degersheim, Halden und Weinfelden und erklärt dann die Beizenfasnacht für eröffnet.

«Dieser Anlass wird seit 13 Jahren von der Guggenmusik Popularis organisiert», erklärt Rolf Scheiwiller aus Gais. Aus diesem Anlass kommt er jedes Jahr in die alte Heimat und unterstützt seine ehemaligen Kameraden bei der Werbung.

Attacken auf Zwerch- und Trommelfell

Das Guggenkonzert wird von den Chesselflickern aus Halden mit melancholischen Klängen, die schnell rhythmisch und ohren- betäubend laut werden, eröffnet. Die einzelnen Darbietungen enden in einem archaischen Monsterkonzert, das den Grubplatz erzittern und keinen Stein auf dem andern lässt. «Auch wenn mich die Fasnacht sonst nicht interessiert, das hier möchte ich nicht verpassen», sagt eine ältere Zuschauerin. Dann ziehen sie los durch die Strassen und Gassen der Altstadt. Gemeinsam mit drei Schnitzelbankgruppen besuchen die Guggenmusiken nach einem exakten Plan die beteiligten Gaststätten. In gewohnt treffsicherer Manier nehmen die Thurgeier aus Bischofszell nicht nur die Lokalprominenz aufs Korn, sondern auch US-Präsident Donald Trump, über dessen Lieblings- beschäftigung, das Twittern, sich die Gruppe lustig macht. Newcomer «Rätschbäsi» rechnet mit Versäumnissen und «Überschäumnissen» von einheimischen Politgrössen ab und lässt sich und seine gute Stimme vom Publikum unterstützen.

Gefallen finden die Zuhörer auch an den sieben FCR-Schnitzelbanksängern aus Romanshorn. Sie ernten für ihr Motto, in Anlehnung an Polo Hofer «Einä nämä mer no», viel Applaus. Seit 26 Jahren hauptsächlich in Romanshorn und Amriswil unterwegs, treten sie zum ersten Mal in der Rosenstadt auf. «Sicher nicht zum letzten Mal», versichert Jürg Marolf, der Texter, Sänger und Gitarrist der Gruppe.

Charlotte Kehl

bischofszell@thurgauerzeitung.ch

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