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BISCHOFSZELL: Die Welt an einem Tisch vereint

Die erfolgreiche Durchführung des Kulturenfests im August 2017 macht Lust auf mehr. Leute aus der Gruppe Solinetz möchten im Bistro zu Tisch ein regelmässiges Angebot auf die Beine stellen.
Georg Stelzner
Charlotte Kehl (3. v. l.), Hauptverantwortliche des Projekts, und ihre Mitstreiter vor dem Bistro zu Tisch in der Bischofszeller Marktgasse. (Bild: PD)

Charlotte Kehl (3. v. l.), Hauptverantwortliche des Projekts, und ihre Mitstreiter vor dem Bistro zu Tisch in der Bischofszeller Marktgasse. (Bild: PD)

Georg Stelzner

georg.stelzner@thurgauerzeitung.ch

Das letztjährige Kulturenfest soll kein singuläres Ereignis bleiben, sondern nachhaltige Wirkung haben, findet Charlotte Kehl. Sie hat daher Gleichgesinnte um sich geschart mit dem Ziel, das kulinarische Stelldichein der Kulturen an einem fixen Ort wieder auf- leben zu lassen und in der Folge regelmässig durchzuführen. «Für einmal kein Chateaubriand, Pizza oder Döner, sondern Ingena mit Gemüsecurry oder San- busa oder Momos», schlägt die ehemalige Buchhändlerin vor, die nun mit einigen Leuten aus der Solinetz-Gruppe Bischofszell aktiv werden will. Statt im Freien sollen die Gäste künftig aber «indoor» bewirtet werden. Als geeignetes Lokal bietet sich das Bistro zu Tisch in der Marktgasse an.

Charlotte Kehl freut sich, dass für das Pilotprojekt, das an den fünf September-Samstagen realisiert werden soll, bereits die Zusage von Angehörigen aus fünf Nationen vorliegt. Es sind Länder, aus denen Flüchtlinge in Bischofszell und Umgebung leben, nämlich Menschen aus Somalia, Afghanistan, Syrien, Eritrea und der Mongolei. «Sie kochen für uns und zeigen uns ihre Kultur. Sie können Kontakte knüpfen und – wenn alles gut geht – ein Taschengeld dazu verdienen», führt Charlotte Kehl aus. Die Stadt Bischofszell unterstützt dieses Projekt und sieht darin einen wertvollen Beitrag zur Integration sowie zur sinnvollen Beschäftigung.

Einladung zu einer kulinarischen Reise

«Alle können kochen, aber nicht alle kennen unsere Gastronomiegepflogenheiten. Wir suchten daher jemanden, der die Leute begleiten kann, Fragen oder Unklarheiten beantwortet und die Küche im Bistro kennt», erklärt Charlotte Kehl, die Hauptverantwortliche des Projekts. Renate Hein, gelernte Food-Service- Managerin, wird die Funktion des Coaches übernehmen und auf die Qualität achten. Sonst aber sind die Nationen für Menüplanung, Einkauf, Kochen und Service selber verantwortlich. Das Risiko, aber auch ein allfälliger Gewinn, gehen auf ihr Konto.

Für Peter Frei, Inhaber des Lokals, ist es eine interessante Neuausrichtung. «Wir waren immer offen für Kulturen aus aller Welt. Da Andrea Affentranger und Claudia Predicatori ihre Tätigkeit im Bistro am Ende der Rosenwoche aufgeben werden, suchen wir neue Nutzungsmöglichkeiten. Es geht wohl in Richtung Eventlokal», sagt Frei. Auch andere Ideen würden geprüft, diese passe gut ins Konzept. Wenn alles rund läuft, und die Bischofszeller das Angebot annehmen, wird das Bistro auch im November und vielleicht sogar 2019 interkulturell zu Tisch bitten.

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