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BISCHOFSZELL: Die Stadtmusik ist auch ein Tanzorchester

Mit Unterstützung der Tänzerinnen der Princess Dance Company bot die Stadtmusik am Wochenende ein besonders unterhaltsames und vielseitiges Konzert.

Es hat sich herumgesprochen: Die Unterhaltungskonzerte der Stadtmusik sind jedes Jahr für einen besonderen Höhepunkt bekannt. Sei es ein Ausflug in die Märchenwelt oder ein besonderes Radioprogramm, immer wieder überrascht das Orchester mit originellen Ideen. Dieses Jahr stand das Konzert ganz im Zeichen des «Tanzfiebers». Mit der Princess Dance Company aus Amriswil ging ein Programm über die Bühne, das optisch und akustisch einiges zu bieten hatte.

Seit Gründung der Jugendmusik AachThurLand, in der die Jugendlichen aus verschiedenen Vereinen der Region zusammenspielen, hat sich daraus ein Orchester entwickelt, das sowohl zahlenmässig wie auch musikalisch grosse Fortschritte gemacht hat. Da Dirigent Stefan Roth anderweitig im Einsatz war, führte Roger Ender, der musikalische Leiter der Stadtmusik, die Jugendlichen durch das anspruchsvolle musikalische Programm. Das Orchester überzeugte mit seinen Vorträgen und man spürte, dass der Nachwuchs mit Freude und Ernst bei der Sache ist.

Schostakowitsch als Höhepunkt

Dem früheren Begriff «Unterhaltungsabend» wurde die Stadtmusik unter der engagierten und bewährten Leitung Roger Enders schon im ersten Konzertteil gerecht. Bekannte Melodien aus dem Unterhaltungssektor liessen keine Zweifel daran aufkommen, dass die Stadtmusik auch da zu Hause ist –mit dem Walzer Nr. 2 aus der Jazz-Suite von Dmitri Schostakowitsch als Höhepunkt. Das Orchester verstand es, diesen herrlichen Walzer mit viel wienerischem Charme zu interpretieren. Und als Gegensatz dazu erklang vor der Pause ein rockiges Medley mit vielen bekannten Titeln aus der Zeit, als fast alle Jugendliche zu diesen Rhythmen das Tanzbein schwangen und dafür sogar Kurse in der Tanzschule absolvierten.

Nach der Pause gehörte der vordere Teil der Bühne dem Ensemble Princess Dance Company, das mit originellen Choreografien dafür sorgte, dass neben den Ohren auch die Augen in besondere Genüsse kamen. In immer wieder wechselnden Kostümen wirbelten die Damen über das Parkett, dass es eine Freude war zuzusehen. Die Stadtmusik übernahm gekonnt den Part des Tanzorchesters, das zwar perfekt spielt, sich aber dezent im Hintergrund hält. Ein Feuerwerk an Melodien und Tänzen begeisterte das Publikum restlos. Und zwischen Tanzauftritten zeigte die Stadtmusik, dass sie neben Märschen und Polkas durchaus imstande ist, sehr gute, zeitgemässe Unterhaltungsmusik zu bieten. Dirigent Roger Ender hat in den letzten Jahren anscheinend viel in diesem Sektor gearbeitet. Auch wenn die Zeiten der grossen Unterhaltungsorchester längst vorbei ist, die Stadtmusik Bischofszell hat dafür gesorgt, dass man die damaligen Klänge immer noch geniessen kann.

Da ging ein Programm über die Bühne, das an Abwechslung und guter Musik keine Wünsche offen liess. Kein Wunder, dass das begeisterte Publikum noch eine Zugabe erklatschte –und natürlich auch bekam.

Erwin Schönenberger

bischofszell@thurgauerzeitung.ch

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