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BISCHOFSZELL: Die Entlastung soll im Westen liegen

Die Gruppe Leben in Bischofszell und Umgebung nimmt Stellung zu den vorgeschlagenen Varianten für die Stadtentlastung.
Rita Kohn

Die Gruppe Leben in Bischofszell und Umgebung, kurz Lebu, nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um das Thema Stadtentlastung geht. Die Variante ZO1 (Ostenlastung ab Amriswiler­strasse zur Espenstrasse) sei untauglich und nicht fertig gedacht, schreibt sie in einer Stellungnahme zur Vernehmlassung, die von der Stadt derzeit durchgeführt wird.

Ihre harsche Haltung begründet die Gruppe mit mehreren Schwachstellen, so etwa Lärmausbreitung durch die Hochlage der Strasse, Einfluss der Barrierenschliessung oder ungelöste Fragen in Bezug auf den Bahnhof-Kreisel. «Für einen ehrlichen Vergleich der Varianten ZO1 mit DZW1 (Westentlastung ab Kreisel Nord zur Niederbürerstrasse) müsste die erweiterte und wesentlich teurerer Variante ZO1+ oder gar ZO3 (mit Unterführung Bahnhof) berücksichtigt werden.»

Westentlastung könnte temporäre Lösung sein

Etwas versöhnlicher tönt die Gruppe, wenn es um die Variante DZW1 selber geht. Diese Verkehrsführung liege mehrheitlich, also zu rund 60 Prozent auf bestehenden Strassen. Dieser Teil der Variante DZW1 kostet 40 Millionen Franken. Er erfülle die gewünschte Entlastungswirkung auf der Altstadtdurchfahrt voll. Durch Signalisationen an den vier Zu- und Wegfahrten (Sulgen, Amriswil, Niederbüren und Hauptwil) könnten die Verkehrsströme zur Altstadtdurchfahrt oder zur Entlastungsstrasse geleitet werden, schreibt Lebu in ihrer Stellungnahme. Die Belastungen auf den Zufahrten würden nur unwesentlich umgelagert. «Mit den angedachten flankierenden Massnahmen an der bestehenden Altstadtdurchfahrt (sechs Millionen Franken) könnte dies allein temporär eine für ­Bischofszell taugliche Lösung sein», kommt Lebu zum Schluss.

Auch für das Barrierenproblem beim Restaurant Eisenbahn sieht Lebu eine Lösung vor: «Die Erstellung einer Unterführung kann bei Bedarf die Barriere ersetzen.»

Sie sieht allerdings die mögliche Problematik einer solchen Unterführung: Die Quartiererschliessung Schützengütli/Türkei erfolgt weiter über die Bar­riere Schützengütlistrasse. Der südliche Anschluss an die Steigstrasse bei der Opel-Garage sei so nicht erwünscht. Lebu gibt sich überzeugt, dass ein Anschluss beim Musikschulhaus (ohne ­Abbruch) zusammen mit dem Anschluss der Espenstrasse über einen Kreisel möglich ist. «Die Kosten für die Unterführung mit dem Anschluss an die Steigstrasse betragen zirka 25 Millonen Franken», schätzt Lebu.

Wann gebaut werden kann, bleibt offen

Die Mitglieder von Lebu sind sich bewusst, dass die Stadtentlastung einen finanziell schwerwiegender Brocken für Bischofszell darstellt. «Wann eine Realisation unter Beibehaltung des heutigen Gesamtsteuerfusses verkraftbar ist, bleibt offen.» Es müsse unbedingt eine Aufnahme des regionalen Verkehrsproblems in das Agglomerationsprogramm des Bundes gesucht werden.

Rita Kohn

rita.kohn@thurgauerzeitung.ch

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