BISCHOFSZELL: Die Analyse zeigt Wirkung

Getreu dem Sprichwort, wonach das Bessere der Feind des Guten ist, nimmt der Stadtrat im Rathaus Optimierungen vor. Um seinen Arbeitsplatz muss im Rahmen der Reorganisation aber niemand fürchten.

Georg Stelzner
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Bekleiden im Rathaus Schlüsselpositionen: Stadtschreiber Michael Christen und Finanzverwalter Pascal Eichmann. (Bild: Reto Martin)

Bekleiden im Rathaus Schlüsselpositionen: Stadtschreiber Michael Christen und Finanzverwalter Pascal Eichmann. (Bild: Reto Martin)

Georg Stelzner

georg.stelzner@thurgauerzeitung.ch

Es ist nicht so, dass im Bischofszeller Rathaus kein Stein auf dem andern bleibt, doch einige markante Änderungen kündigen sich schon an oder sind bereits umgesetzt worden. Bis 2020 sollen 90 Stellenprozente abgebaut werden, allerdings ohne Entlassungen, wie Stadtpräsident Thomas Weingart betont. «Die Stadtverwaltung verändert sich, weil sich die Aufgaben und die Technologien verändern», sagt Weingart zur Motivation, einschneidende Neuerungen einzuführen. «Wir müssen überprüfen, ob wir noch zeitgemäss aufgestellt sind.» In Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden und einem externen Beraterteam habe der Stadtrat die Organisation der Verwaltung unter die Lupe genommen.

Untersucht wurden laut Weingart die Aufgaben der einzelnen Abteilungen, die bereichsübergreifende Zusammenarbeit sowie die Art und Weise, wie Geschäfte abgewickelt werden. Beurteilt worden seien aber auch das Verhalten der Kunden sowie die Motivation und die Zufriedenheit der Mitarbeitenden.

Stadt konzentriert sich auf ihre Kernaufgaben

Neu geschaffen wird ein Sekretariat für die Stadtkanzlei und das Stadtpräsidium. Die 70 Stellenprozente teilen Karla Marinovic und Fabienne Roth unter sich auf. Eine Stellenerhöhung sei nicht notwendig, weil es sich dabei um eine interne Rochade handle, erklärt Weingart. Im Gegensatz dazu verschwindet der Begriff «Stadtmarketing» aus dem Organigramm der Stadt. «Es gehört nicht zu den Kernaufgaben einer Stadtverwaltung, Veranstaltungen zu organisieren», begründet Weingart diese Massnahme. Die Stellenprozente würden entsprechend angepasst und der Bereich in Tourismus, Marketing und Kommunikation umbenannt.

Eigene Abteilung für das Finanzwesen

Im Zuge der Anpassung der Struktur- und Führungsorgani- sation ist es zur Schaffung einer eigenständigen Abteilung Finanzen gekommen. Als deren Leiter fungiert seit 1. Februar Pascal Eichmann, der Finanzverwalter der Stadt. «Dieser Bereich, der bisher der Abteilung Dienste unterstellt war, ist sehr wichtig, sind doch nahezu alle Geschäfte finanzrelevant», gibt Stadtschreiber Michael Christen zu bedenken. Der Bereich Steuern gehöre ebenfalls zur neuen Abteilung.

Wichtige Veränderungen gibt es auch in der Abteilung Soziales, deren Stellenetat dank diverser Optimierungen reduziert werden kann. Der Stadtpräsident weist darauf hin, dass sich der Jugendtreff und die Sozialen Dienste neu aufstellen werden. Als neues Tätigkeitsfeld werde das Thema Integration hinzukommen. Den Bereich Sicherheit tritt der Stadt-präsident an die Abteilung Bau ab. Dies wird im Jahr 2019 die Integration der Stadtpolizei in diese Abteilung zur Folge haben.

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