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BISCHOFSZELL: Der erfinderische Gestalter

Dass Christoph à Wengen heute Architekt ist, verdankt er einer glücklichen Fügung des Schicksals. Seit 1992 führt er ein eigenes Büro. Seinem Schaffen begegnet man in der Region auf Schritt und Tritt.
Christoph à Wengen mit einem Modell der evangelischen Kirche von Romanshorn, deren Innenraum er im Jahr 2005 neu gestaltet hat. (Bild: Donato Caspari)

Christoph à Wengen mit einem Modell der evangelischen Kirche von Romanshorn, deren Innenraum er im Jahr 2005 neu gestaltet hat. (Bild: Donato Caspari)

Die Begeisterung für seine Tätigkeit ist Christoph à Wengen rasch anzumerken, wenn er über ein Projekt spricht. Architekt zu sein ist für ihn mehr als ein Beruf. Es ist eine Berufung, wenn nicht gar eine Passion. Dabei wollte der Zahnarztsohn zunächst Mathematik, Physik und Astronomie studieren. Es kam anders. «Bis zum Studienbeginn arbeitete ich auf dem Bau und entdeckte dabei mein Interesse für die Planung von Häusern», erzählt Christoph à Wengen. Diese Erfahrung sollte sich als Zäsur in seinem Leben erweisen: Drei Wochen vor Semesterbeginn meldete er sich an der Uni Basel ab, um an der ETH Zürich Architektur zu studieren.

Ganz so überraschend, wie es im ersten Moment scheinen mag, war die berufliche Weichenstellung jedoch nicht. «Als Kind hatte ich Riesenspass daran, Baum- und Waldhütten zu bauen», verrät der 61-Jährige. Das Talent, aus dem vorhandenen Material das Maximum herauszuholen, war schon damals augenfällig – und es kommt Christoph à Wengen als Architekt erst recht zugute. Im September 1993 schlug seine grosse Stunde, als er den Wettbewerb für das Oberstufenzentrum Bruggfeld in Sitterdorf gewann. Einige Jahre zuvor hatte Christoph à Wengen –damals noch als Mitarbeiter des St. Galler Architekturbüros Quarella– am Projekt für die Bitzihalle gearbeitet. Auch der Umbau der Aula Sandbänkli trägt die Handschrift des gebürtigen Baslers. Als schönsten Auftrag bezeichnet er die Umgestaltung des Innenraums der evangelischen Kirche von Romanshorn.

Christoph à Wengen schätzt an seinem Beruf die vielfältigen Möglichkeiten, kreativ zu sein. Stereotypen vermeide er, ihn interessiere das Erfinderische, sagt er. Für ein kompliziertes Problem eine einfache Lösung zu finden, sei eine Herausforderung, die ihn reize. «Am wichtigsten ist mir, dass ein Haus funktioniert, den Wünschen der Bauherrschaft gerecht wird und bautechnisch in Ordnung ist», beschreibt der Architekt seine Ansprüche. Die Ästhetik sei auch von Bedeutung, aber nicht prioritär. Als Architekt versuche er, die Auftraggeber mit ihren Bedürfnissen kennenzulernen und herauszufinden, wie er diese am besten umsetzen kann. Eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen eines Vorhabens sei das gegenseitige Vertrauen.

Georg Stelzner

georg.stelzner@thurgauerzeitung.ch

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