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BISCHOFSZELL: Das Ohr am Puls des Volkes

Der Stadtrat möchte die Bevölkerung vermehrt an Entscheidungsprozessen beteiligen. Als neue Plattform hat er das «Inforum» ins Leben gerufen. Ausserdem führt er eine Einwohnerbefragung durch.
Georg Stelzner
Stadtpräsident Thomas Weingart spricht am ersten «Inforum» im Bischofszeller Rathaus zu Einwohnern. (Bild: Georg Stelzner (28. Februar 2018))

Stadtpräsident Thomas Weingart spricht am ersten «Inforum» im Bischofszeller Rathaus zu Einwohnern. (Bild: Georg Stelzner (28. Februar 2018))

Georg Stelzner

georg.stelzner@thurgauerzeitung.ch

«In einer Gesellschaft, die in zunehmendem Masse aus emanzipierten Menschen besteht, wird das Urteil über die Qualität des Lebensraumes und die Mitwirkung der Bürger an dessen Gestaltung immer wichtiger», erklärt Thomas Weingart. Der Bischofszeller Stadtpräsident ist daher überzeugt, dass die Bevölkerung ein Interesse hat, aktiv daran teilzuhaben.

Schon bisher gab es diverse Möglichkeiten der Partizipation. Zu traditionellen Instrumenten wie Vernehmlassung, Umfrage, Informationsveranstaltung und Gemeindezeitung sind dank des Internets neue in Gestalt sozialer Medien hinzugekommen. Mit der Einführung des «Inforums» verbreitert der Stadtrat das Spek- trum jetzt nochmals.

Direkter Austausch mit den Einwohnern

Die neue Veranstaltungsreihe stellt eine Plattform für den direkten Austausch zwischen Behörde und Bevölkerung dar. «Der Stadtrat will den Anlass einerseits für Informationen nutzen, andererseits ein Forum für Diskussionen über aktuelle Themen bieten», sagt Weingart. So soll in Zukunft vor einer Gemeindever- sammlung ein «Inforum» stattfinden, an dem die zu behandelnden Geschäfte vorgestellt werden. Mit einer herkömmlichen Informationsveranstaltung sei ein solcher Anlass nicht zu vergleichen, betont Weingart.

«Wir wollen die Bürger animieren, sich aktiv einzubringen», sagt der Stadtpräsident. Es dürften auch nicht traktandierte Themen zur Sprache gebracht werden. Der Behörde bietet sich so die Gelegenheit, bestimmte Themen zuerst mit der Bevölkerung in lockerer Atmosphäre zu erör- tern. Das «Inforum» übernimmt in solchen Fällen auch die Funktion eines Stimmungsbarometers, was für die Arbeit des Stadtrates ein wichtiger Fingerzeig sein kann. Das erste «Inforum» fand Ende Februar statt, als die Bevölkerung über ein neues Organisations- und Führungsmodell orientiert wurde. Die Premiere darf als gelungen bezeichnet werden, waren die Sitzreihen im Bürgersaal doch dicht besetzt.

Von der Annahme ausgehend, dass die Einwohner – nicht zuletzt in ihrer Eigenschaft als Steuerzahler – gegenüber der Gemeindeverwaltung Erwartungen haben, ist der Stadtrat zur Überzeugung gelangt, dass es sinnvoll ist, die Bedürfnisse der Bevölkerung zu eruieren. Geschehen wird dies in Form einer schriftlichen Befragung. 500 nach dem Zufallsprinzip auswählte Leute erhalten in diesen Tagen Post von der Stadt, mit der Bitte, einen Fragebogen auszufüllen und zu retournieren. «Mit dieser Umfrage möchte der Stadtrat Wünsche und Anliegen der Einwohner systematisch erfassen», sagt Weingart. Thematisiert würden unterschiedliche Aspekte: die städtische Infrastruktur genauso wie die Dienstleistungen der Betriebe und der Verwaltung, die Informationspolitik der Behörde, die Steuern und Finanzen sowie der Verkehr.

Im Hinblick auf eine pro- fessionelle Abwicklung und eine ebensolche Auswertung hat der Stadtrat beschlossen, mit einer auf solche Projekte spezialisierten Firma zusammenzuarbeiten.Aus Sicherheitsgründen findet die Befragung nicht elektronisch statt. Trotz der Anwendung des Zufallsprinzips bei der Auswahl der Personen ist laut Weingart sichergestellt, dass auch Einwohner von Halden und Schweizersholz zum Zuge kommen.

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