BISCHOFSZELL: Bruno Niedermann steigt in den Ring

Der Vorstand der SVP schlägt den 54-Jährigen als Nachfolger von Stadtrat Erich Schildknecht vor. Über die Nomination entscheiden die Parteimitglieder an der Versammlung vom 12. April.

Georg Stelzner
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Bruno Niedermann auf dem Balkon seiner Wohnung im Bischofszeller Bitziquartier. (Bild: Donato Caspari)

Bruno Niedermann auf dem Balkon seiner Wohnung im Bischofszeller Bitziquartier. (Bild: Donato Caspari)

«Als Bischofszeller möchte ich mithelfen, unsere Stadt voran- zubringen», antwortet Bruno Niedermann auf die Frage, was ihn denn zur Kandidatur veranlasse. Mit dem Gedanken, sich in der Lokalpolitik zu engagieren, habe er schon längere Zeit gespielt. Nach dem Ausscheiden aus der Feuerwehr Bischofszell, in welcher er Vizekommandant und Ausbildungschef war, ist Niedermann überzeugt, die nö- tige Zeit für die Ausübung eines politischen Amtes erübrigen zu können. Nichtsdestotrotz habe er sich die Sache nach der An- frage seitens der SVP genau überlegt und mit seinem Arbeitgeber besprochen. Im Falle einer Wahl, so Niedermann, könnte er sein berufliches Arbeitspensum um 10 Prozent reduzieren.

Bruno Niedermann wurde am 25. März 1964 in St.Gallen geboren und wuchs in Bischofszell auf, wo er auch die Schulen besuchte. In der damaligen Konservenfabrik Bischofszell (heute: Bischofszell Nahrungsmittel AG) absolvierte er eine Mechanikerlehre. Später liess er sich zusätzlich zum Betriebsfachmann mit eidgenössischem Fachausweis ausbilden. Seit 1999 arbeitet Niederrmann in Sirnach für die Inel-Data AG. Der Vater von sieben Kindern ist dort als Leiter des Rechenzentrums tätig.

Fachmann auf dem Gebiet der Digitalisierung

Das Ressort «Kultur, Sport, Marktwesen» des zurücktretenden Stadtrats Erich Schildknecht würde ihm gefallen, erklärt Niedermann, der früher Handball gespielt hat und das Skifahren und Tanzen als bevorzugte Freizeitbeschäftigungen nennt. Zu seinen Stärken zählt der designierte SVP-Kandidat das Organisationstalent und die Zielstrebigkeit. Niedermann ist überzeugt, dass er einen Grossteil seines beruflichen Wissens gewinnbringend in das Stadtratsamt einfliessen lassen könnte. Die Digitalisierung sei nicht aufzuhalten und werde auch die Arbeit der Behörde zusehends prägen, betont er.

Der erste Wahlgang ist für 10. Juni anberaumt worden. Dass er seinen Parteikollegen nicht kampflos beerben kann, störe ihn überhaupt nicht, versichert Niedermann. Aus heutiger Sicht muss er sich gegen mindestens einen Mitbewerber, Jorim Schäfer von der GLP, durchsetzen, um die Nachfolge Erich Schildknechts antreten zu können. «Die Bürgerinnen und Bürger sollen bei einer Wahl auch eine Auswahl haben», sagt Niedermann. Das belebe den Wahlkampf und erhöhe die Legitimation der gewählten Person.

Georg Stelzner

georg.stelzner@thurgauerzeitung.ch