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BISCHOFSZELL: Aus der Küche frisch auf den Tisch

Seit 40 Jahren bietet der Gemeinnützige Frauenverein einen Mahlzeitendienst an. Im Rahmen einer kleinen Feier im Sattelbogen begingen Vorstandsmitglieder, Fahrer und Kunden dieses Jubiläum.
Monika Wick

Monika Wick

bischofszell@thurgauerzeitung.ch

«Ich mache das noch, bis ich hundert Jahre alt bin», sagte Jakob Menzi mit einem herzhaften ­Lachen. Der 85-jährige Bischofszeller gehört zu den guten Seelen, die für den Mahlzeitendienst des Gemeinnützigen Frauenvereins das Essen an die Bezüger aus­liefern. Bereits seit 40 Jahren bietet der Gemeinnützige Frauenverein allen Personen, die in ihren eigenen vier Wänden ein vollwertiges Essen einnehmen möchten, diesen Service an. Am Samstag feierten Vorstandsmitglieder, Fahrer und Kunden das Jubiläum im Sattelbogen, in dessen Küche auch das Essen für den Mahlzeitendienst zubereitet wird.

Pro Senectute suchte eine Trägerschaft

Rund 20 Personen konnte Doris Gremminger-Fäsi, Präsidentin des Gemeinnützigen Frauen­vereins Bischofszell, im Garten des Sattelbogens begrüssen. In ihrer Ansprache warf sie einen Blick auf die vergangenen vier Jahrzehnte. «Der Mahlzeitendienst startete am 2. Juli 1977 dank Spenden­geldern mit einem Startkapital von 11 000 Franken», berichtete die Präsidentin. Ausserdem erläuterte sie die Veränderungen beim Liefersystem und beim Kundenverhalten.

Einen besonderen Dank richtete Doris Gremminger-Fäsi an Käthy Müller, Gründungsmitglied des Mahlzeitendienstes. «Ich war damals Ortsvertreterin der Pro Senectute und suchte eine Trägerschaft für den Mahlzeitendienst», berichtete Müller. «Der Gemeinnützige Frauenverein erklärte sich dazu bereit, die Aufgabe zu übernehmen», fügte sie hinzu. Im Weiteren erzählte Käthy ­Müller, dass es zu Beginn schwierig gewesen sei, Fahrer zu finden: «Männer waren berufstätig und Frauen mussten um die Mittagszeit selber kochen.»

Der soziale Aspekt hat einen hohen Stellenwert

Grund dafür war, dass die Speisen zu Beginn um die Mittagszeit noch warm ausgeliefert wurden. Heute werden die Mahlzeiten kalt verteilt und durch die Bezüger mittels einer sicheren Induktionswärmeplatte erwärmt. Das ist auch ein Umstand, den der Fahrer Jakob Menzi sehr zu schätzen weiss. «So muss man sich nicht so sehr beeilen und es bleibt Zeit für einen Schwatz mit den Leuten, der ihnen offensichtlich guttut», erklärte er.

Der Kontakt mit den Kunden ist laut Doris Gremminger-Fäsi auch eine wichtige Aufgabe des Mahlzeitendienstes. «Oftmals sind wir die Ersten, die merken, dass etwas nicht stimmt und können rasch reagieren», sagte sie. Felix Rathgeb ist Essensbezüger. «Wenn ich abends müde von der Arbeit nach Hause komme, schätze ich es, nicht mehr kochen zu müssen», erzählte der Bischofszeller. «Es ist immer sehr gut. Ich musste noch nie reklamieren», fügte er lachend hinzu.

Auskunft über Mahlzeitendienst

Doris Gremminger-Fäsi, Telefonnummer 071 422 24 47

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