Bis zu 80 Stunden in der Luft

HOHENTANNEN. Der Hohentanner Kurt Frieden gehört zu jenen 20 Ballonfahrern aus der ganzen Welt, die das morgen beginnende Gordon-Bennett-Gasballonrennen bestreiten.

Merken
Drucken
Teilen
Thurgauer Team: Kurt Frieden (links) und Pascal Witprächtiger. (Bild: pd)

Thurgauer Team: Kurt Frieden (links) und Pascal Witprächtiger. (Bild: pd)

Die legendäre «Coupe Aéronautique Gordon Bennett» wird im englischen Bristol gestartet. Aus der Schweiz nehmen heuer zwei Teams teil. Mit Kurt Frieden und Pascal Witprächtiger aus Schlatt sind auch zwei Thurgauer am Start. Vor über 100 Jahren hat der amerikanische Zeitungsverleger James Gordon Bennett den Grundstein zu diesem Rennen gelegt. Ging es damals noch um aufsehenerregende Berichte für den «New York Herald», steht heute der sportliche Aspekt im Vordergrund.

Mit modernster Technik

Für Kurt Frieden ist es bereits die 13. Teilnahme am grössten Gasballonrennen der Welt. Sieger ist jenes Team, das die weiteste Strecke zurücklegt. Den Piloten wird viel abverlangt: 50 bis 80 Stunden werden die Ballone unterwegs sein. Dabei können im Idealfall über 1500 Kilometer zurückgelegt werden. Der Korb bietet zwei Sitzplätze und einen Liegeplatz. Pascal Witprächtiger ist für die Elektronik und Kommunikation zuständig.

Modernste Geräte wie Satellitentelefon, Laptop und GPS sowie eine Stromversorgung mittels Brennstoffzelle stellen den Kontakt zum Verfolgerteam und dem teameigenen Meteorologen sicher.

Via Internet dabei sein

Ein sogenannter Tracker sendet die Position der Ballone laufend via Satellit ins Internet. Somit wird das Rennen für jedermann zu einem spannenden Erlebnis. Es kann live am PC mitverfolgt werden. Zudem werden die beiden Piloten direkt Bilder und Erlebnisberichte aus dem Korb ins Internet übermitteln. Der Start ist für Samstag, 25. September, vorgesehen, kann aber wetterbedingt bis kommenden Mittwoch verschoben werden. Die Homepage www.ballonfrieden.ch mit Link auf der Startseite ist in den nächsten Tagen einen Besuch wert. (pd)