Bis jetzt 200 Unterschriften

Drucken
Teilen

Romanshorn Ein Drittel der Zeit ist um, mehr als die Hälfte des Weges ist geschafft. Seit einem Monat sammeln die fünf Parteien CVP, FDP, SP, BDP und EVP Unterschriften für eine Initiative, die den Stadtrat verpflichtet, eine Vorlage zur Einführung eines Parlaments auszuarbeiten. Rund 200 Personen tragen den Vorstoss bis jetzt mit, nötig sind mindestens 350. Ein Selbstläufer ist die Unterschriftensammlung nicht. Vor allem von alteingesessenen Romanshornern bekomme sie zu hören, dass sich die Gemeindeversammlung bewährt habe und es keinen Grund gebe, dieses Erfolgsmodell aufzugeben, sagt EVP-Präsidentin Regula Streckeisen. Ihre Partei und die vier anderen Initianten argumentieren, dass ein Parlament ein verlässlicherer Partner für den Stadtrat wäre. «Die letzte Budgetgemeinde war diesbezüglich das beste Beispiel», sagt Streckeisen. Die Versammlung dauerte über vier Stunden, und die fast 600 Teilnehmer lehnten am Schluss eine Steuererhöhung ab, für die sich im Vorfeld alle Parteien grundsätzlich ausgesprochen hatten. Aufgrund der Rückmeldungen in der Vernehmlassung zur Finanzstrategie musste der Stadtrat zudem davon ausgehen, dass die Bevölkerung eine Steuererhöhung einschneidenden Sparmassnahmen vorzieht. «Eine Demokratie funktioniert, wenn wir uns in Entscheidungsfindungen gehört fühlen», schreibt die Arbeitsgruppe in einer Mitteilung. An der letzten Budgetgemeinde hätten 90 der Stimmberechtigten nicht teilgenommen. Und wer dabei war, müsse sich fragen: «War genügend Zeit und Gelassenheit vorhanden, um die entscheidenden Punkte zu diskutieren? Und konnten Sie Ihre Meinung einbringen?» Wer mit der Antwort zögere, für den lohne es sich, über ein Parlament nachzudenken.

Es sei noch einiges an Überzeugungsarbeit nötig, ist sich Streckeisen bewusst. (mso)

Die Initianten suchen das Gespräch mit der Bevölkerung am Freitag, 24. November, 18 bis 19 vor dem Rebsamenschulhaus, am Sonntag, 26. November, 10 bis 11 Uhr vor dem Rebsamenschulhaus, am Montag, 27. November, 16.30 bis 18.30 am Bahnhof und am Freitag, 1. Dezember, am Wochenmarkt.