BIRWINKEN: Krach under Öpfelbömm

In drei Wochen geht bereits zum fünften Mal das Open Air Berg-Birwinken über die Bühne. Viel Aufwand bereitet den jungen Organisatoren das Lärmproblem.

Mario Testa
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Manuel Krapf und Kai Stiner sind bereit für ihr Open Air unter den Apfelbäumen. Musizieren dürfen die Bands am 23. und 24. Juni jedoch nur bis Mitternacht. (Bild: Mario Testa)

Manuel Krapf und Kai Stiner sind bereit für ihr Open Air unter den Apfelbäumen. Musizieren dürfen die Bands am 23. und 24. Juni jedoch nur bis Mitternacht. (Bild: Mario Testa)

Mario Testa

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@thurgauerzeitung.ch

Das Open Air Berg-Birwinken hat für seine fünfte Ausgabe einen Namenszusatz und ein neues Logo bekommen: Mit der Bezeichnung «S’Rockfäschtival under dä Öpfelbömm» will Organisator Manuel Krapf die einzigartige Atmosphäre des kleinen Open Airs betonen. «Wir wollen mit dieser Bezeichnung herausstreichen, was uns besonders auszeichnet», sagt Krapf. Über 15 Bands werden an den vier Tagen vom 22. bis am 25. Juni auf der kleinen Bühne am Dorfrand auftreten. «Das sind ein paar mehr als noch im Vorjahr. Wir fahren voll auf der Rock-Schiene, es gibt aber auch Indie-Rock, Country und Rock ’n’ Roll.»

Wenn die Musiker der Bands in die Saiten und zum Mikrofon greifen, dann wird’s laut. Weit herum zu hören ist vor allem der Bass. Schon in den vergangenen Jahren – am ursprünglichen Standort auf dem Meienägger in Berg und auch am neuen Ort in Birwinken an der Rosengartenstrasse – hatte das junge Organisatorenteam um Manuel Krapf immer mit Lärmklagen zu kämpfen. Auch dieses Jahr müssen sie zum Schutz der Anwohner das Bühnenprogramm für Open-Air-Verhältnisse sehr früh beenden. «Spätestens um Mitternacht ist am Freitag und Samstag draussen Schluss, danach geht’s drinnen in unserem Partyraum weiter. Am Donnerstag finden die Konzerte aus Rücksicht auf die Anwohner nur drinnen statt», sagt Krapf.

Gemeinde macht Auflagen und lädt ein zum Gespräch

Aufgrund der Erfahrungen aus den Vorjahren hat Krapf das Gespräch mit den Anwohnern gesucht. Und auch Gemeindepräsident Peter Stern hat sich eingeschaltet. «Ich habe einen der betroffenen Anwohner und Manuel Krapf zum Gespräch eingeladen», sagt Stern. «Eine Bewilligung braucht er ja nicht, da es eine Kleinveranstaltung ist. Er muss jedoch Konzepte für Parkplätze, Sicherheit und Verkehr vorweisen.» Peter Stern begrüsst Krapfs Engagement fürs Open Air. «Es ist gut, wenn junge Unternehmer etwas machen in der Gemeinde. Schwierig ist es, weil sich das Gelände am Rande eines Wohnquartiers befindet.»

Sicherheits- und Verkehrskonzepte hat Manuel Krapf schon aus den Vorjahren in der Hand. Aufgrund der Gespräche mit Anwohnern will er aber noch mehr versuchen, um den Lärm einzudämmen. «Wir erstellen mit den Technikern ein Schallkonzept für die Hauptbühne. Mit der richtigen Ausrichtung der Boxen, Schallschutzwänden und weniger basslastiger Musik versuchen wir, die Abstrahlung zum Dorf möglichst gering zu halten.» Der Indoor-Donnerstag sei ein weiteres Zugeständnis an die Birwinker, und zudem erhalten alle Haushalte zwei Gratistickets fürs Open Air. Krapf rechnet mit über 500 Gästen am Anlass, an dem rund 50 Helfer engagiert sind.

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