BILDUNG: Weinfelder Lehrer drücken die Schulbank

In den beiden vergangenen Wochen haben sich Thurgauer Lehrerinnen und Lehrer an Weiterbildungs-kursen in St. Gallen auf ihre tägliche Arbeit im Schulzimmer vorbereitet. Dreizehn von ihnen sind Weinfelder.

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Der Weinfelder Sekundarlehrer Peter Buchegger skizziert vor dem ­Gallusbrunnen in der St. Galler Altstadt. (Bild: Werner Lenzin)

Der Weinfelder Sekundarlehrer Peter Buchegger skizziert vor dem ­Gallusbrunnen in der St. Galler Altstadt. (Bild: Werner Lenzin)

Sie sind auf der Suche nach neuen Inputs für den Unterricht. Dreizehn Weinfelder Lehrerinnen und Lehrer verschiedener Schulstufen nahmen an den 126. Sommerkursen des Vereins Schule und Weiterbildung Schweiz (swch.ch) in St. Gallen teil. Erneut gehören die Thurgauer Lehrpersonen zu den weiterbildungsfreudigsten der Schweiz, liegen mit 220 Teilnehmenden an zweiter Stelle hinter den St. Gallern.

Der in Weinfelden wohnhafte und in Berg unterrichtende Sekundarlehrer Peter Buchegger skizziert in der Altstadt. In den vergangenen 40 Jahren hat er in den verschiedensten Sparten Kurse belegt. Buchegger schätzt das breite Angebot an den Lehrerfortbildungskursen, die guten Kursleiter und das einladende Ambiente. «Klare Sache, dass ich auch dieses Jahr dabei bin und mich hier auf den Bereich Zeichnen fokussiere», sagt der langjährige Sekundarlehrer. Die Motivation für die Weiterbildung komme bei ihm automatisch: «Wenn ich mich für etwas interessiere, möchte ich in diesem Bereich auch weiterkommen.» Dass davon seine Schülerinnen und Schüler profitieren, bezeichnet er als Win-win-Situation. Kindergartenlehrerin Tanja Kroha, Präsidentin der Thurgauer Kindergartenkonferenz, unterrichtet im Martin-Haffter-Schulhaus. Sie hat gleich vier Kurse gebucht und freut sich, aus dem Vollen schöpfen zu können. Für die langjährige Kindergartenlehrperson bildet diese intensive Weiterbildung gleichzeitig den Auftakt zum Bildungssemester, und was sie besonders schätzt: das Kennenlernen von Lehrern anderer Kurse. Sie besucht den Kurs «Kopf hoch – Hirn an». Mit dem Erlernten will sie den Kindern helfen, mit einer guten Körperhaltung leistungsfähig zu bleiben. «Reden schwingen», auch ein Kurs, der nur einen Tag dauert, hat Tanja Kroha angesprochen, weil sie immer wieder vor kleineren und grösseren Menschenmengen stehen muss. «Ich bin sehr gespannt auf die Inputs, die ich mitnehmen werde», sagt Kroha.

Kurse als Burn-out-Prophylaxe

Esther Beck unterrichtet seit vielen Jahren an der Unterstufe in Ottoberg. Dieses Jahr besucht sie zwei praxisorientierte Kurse, deren Inhalt sie im kommenden Schuljahr gleich umsetzen will: «Erarbeiten eines Musiktheaters» und «Denkbilder – mit jungen Kindern über das Lernen nachdenken». Die erfahrene Lehrperson freut sich, weitere Anregungen für ihren Schulalltag zu erhalten und die Stadt St. Gallen mit den vielen interessanten Rahmenprogrammen noch besser kennen zu lernen.

Kein Muss ist die Weiterbildung für die Weinfelder Textil- und Werklehrerin Gabriela Schramm-Thoma. Sie wählt zwischendurch auch Kurse, welche ihrer Seele wohltun. «Man kann es auch Burn-out-Prophylaxe nennen», sinniert sie.

Sekundarlehrerin Regula Müller ist seit vielen Jahren an den Kursen dabei: «Einerseits ist das Kursangebot sehr umfangreich, andererseits gefällt mir das Rahmenprogramm, um die jeweilige Stadt oder die Umgebung kennen zu lernen», sagt sie.

Werner Lenzin

weinfelden

@thurgauerzeitung.ch