Big-Band-Sound im Doppelpack

Gleich von zwei Seiten kamen die Besucher am Konzert im Landenbergsaal in den Genuss von Big-Band-Klängen. Die Arboner Band «One for You» und die Big Band Langenargen begeisterten abwechselnd und gar gegeneinander spielend.

Erwin Schönenberger
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Die Lokalmatadoren «One for You» heizen im Landenbergsaal ein. (Bild: Erwin Schönenberger)

Die Lokalmatadoren «One for You» heizen im Landenbergsaal ein. (Bild: Erwin Schönenberger)

ARBON. Es ist selten bis einmalig, dass zwei Big Bands in einem Konzert gemeinsam auftreten. Einmalig dürfte aber auch sein, dass die Zahl der Musikanten grösser ist als jene der Zuhörer. Nur 30 Personen zogen am Samstag das Konzert im Landenbergsaal einem Grillabend vor.

Big Bands im Vergleich

Die beiden Bands legten mit einem fetzigen Sound los. Originell schon die Aufstellung an beiden Stirnseiten des Saals mit dem Publikum dazwischen. So war es möglich, abwechselnd zu spielen, was für einen besonderen Reiz sorgte. Dadurch kam es auch zu einem richtigen Wetteifern um den besseren Sound und die originelleren Arrangements der Stücke, die über die ganze Breite der Big-Band-Musik von den Klassikern bis zu modernen Adaptionen bekannter Melodien reichten. Der Landenbergsaal stellt akustisch grosse Ansprüche und ist wohl eher für dezentere Musik geeignet. Beide Bands trugen diesem Umstand zu wenig Rechnung, so dass man es nach fast überlauten Stücken richtig genoss, wenn eine ruhige Ballade auch den unteren Bereich der Dynamik zeigte.

Letztmals mit Monica Frei

Dass sich die beiden Band-Leader Jonas Knecht («One for You») und Michael T. Otto (Big Band Langenargen) bestens kennen, zeigte sich in der guten Abstimmung des Programms. Als Antwort auf den orientalisch angehauchten Ellington-Klassiker «Caravan» der Arboner konterten die Langenargener mit dem von Glenn Miller bekannten «St. Louis Blues-March». Eindrucksvoll waren die Soli und Auftritte der Sänger und Sängerinnen. Dass Monica Frei dabei zum letzten Mal mit «One for You» auftrat, bedauert man sehr. Ihre gefühlvoll ausgedrückte Leidenschaft wird man vermissen, auch wenn mit Häna Ruppaner ein von Energie strotzender Sänger erhalten bleibt. Ein minutenlanges Duell lieferten sich der beiden Schlagzeuger. Klar, dass da noch eine fetzige Zugabe folgte.