Bewährtes Mittel gegen Heimweh

BISCHOFSZELL. Eine Bernerplatte mit thurgauischen und appenzellischen Beigaben bot der Berner- und Trachtenverein Bischofszell in der Bitzihalle. Musik, Tanz und Theater gefielen dem Publikum.

Trudi Krieg
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Die Volkstanzgruppe des Berner- und Trachtenvereins Bischofszell beim «Türmliwalzer». (Bild: Trudi Krieg)

Die Volkstanzgruppe des Berner- und Trachtenvereins Bischofszell beim «Türmliwalzer». (Bild: Trudi Krieg)

Mit dem Lied «S Gschenkli» eröffnete der Gemischte Jodelchor des Berner- und Trachtenvereins Bischofszell unter der Leitung von Margrit Uhr die Unterhaltungen in der Bitzihalle. Beschenkt fühlten sich die Gäste vom ganzen Programm. Abwechselnd mit dem Gemischten Jodelchor brachte die Volkstanzgruppe unter der Leitung von Werner Nyffenegger ihre Darbietungen. Besonders gut kam der «Türmliwalzer» beim Publikum an. Zu dem von «Türmli-Bueb» Adrian Koller komponierten Musikstück hatte Ernst Frischknecht eine Choreographie verfasst und als Aushilfe mit der Volkstanzgruppe des Bernervereins Bischofszell eingeübt.

Träfe Appenzeller Witze

Rosmarie Pizzol, welche durch das Programm führte, freute sich besonders, auch die Jodlergruppe Hirschberg ansagen zu können. Die vier Männer und zwei Frauen in den schmucken Appenzeller Trachten boten ein gestochen schönes Bild auf der Bühne und liessen ihre Stimmen in einem ebenso perfekten Naturjodel an- und abschwellen, ineinander übergehen und wie ein Echo von den Bergen hallen. Jodellieder und lustige Lieder gehörten zu ihrem Repertoire und träfer Appenzeller Witz ebenso.

«Der Schuss» auf der Bühne

Nach der Pause spielte die Theatergruppe des Appenzellervereins Gossau den Schwank «Der Schuss» unter der Regie von Annemarie Eicher. Vorhang auf, und das Publikum war mitten drin im Krimi. Situationskomik, Action und überraschende Wendungen sorgten für Spannung und Heiterkeit beim Publikum.

Der Kaufmann Peter Hämmerli fuchtelte zum Spass mit der Knarre in Cowboymanier herum, bis seine Frau plötzlich mausetot dahinsank. Weg mit der Leiche und den Schiesseisen, denn in den Knast wollte Hämmerli nicht, auch nicht in die «Psychi», wohin ihn sein Nachbar Max Gschnelli versenken wollte wegen seiner Halluzinationen, denn von einer Leiche war keine Spur im Schrank, wo der unglückliche Schütze diese angeblich verstaute.

Sehr lebendig kam Frau Hämmerli zur Türe herein. Sie hatte dem Mann einen Denkzettel verpassen wollen, und nun traute dieser seinen eigenen Wahrnehmungen nicht mehr.

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