Betten in Schutzräumen bleiben

Der 25. Anlass im Forum 60+/– galt den Themen Soziales und Sicherheit. Die Besucher richteten an die Informanten Fragen zum Zivilschutz und Littering. Neu machen auch drei Parkwächterinnen die Runde.

Hedy Züger
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ARBON. Seit sechs Jahren gibt es das Forum 60+/–. Alle vier Anlässe für Arboner rund um das Alter 60 sind in diesem Jahr im Bereich der Stadtverwaltung zugeordnet. Das 25. Forum gestalteten die beiden Stadträte Hans-Ulrich Züllig und Koni Brühwiler mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung. Züllig skizzierte die Funktionsweise der Demokratie mit ihrer Gewaltentrennung: Das Volk, der Souverän, wählt Verantwortliche in Legislative, Exekutive und Judikative.

Beratung und Selbsthilfe

Arbon wolle ein Wohnort sein, wo der respektvolle Umgang zwischen den Generationen, Ethnien und mit der Umwelt gepflegt werde. Arbon gab sich ein Alterskonzept, über 4000 Einwohner sind über 60 Jahre alt. Wohlfahrt, Entwicklung und Sicherheit: Die Abteilung Soziales hat ein verzweigtes Netz entwickelt. Die Hilfe zur Selbsthilfe steht zuoberst. Missbrauch der Sozialhilfe werde vermieden, indem Bezüger eng begleitet werden. Oft sei reine Beratung gefragt: «Nicht jeder, der das Amt für Soziales aufsucht, will Geld», sagte Hans-Jürg Fenner, der auch im Forum über profunde Fachkenntnisse verfügte.

Grenzen setzen

Fenner ist «immer häufiger» in Kontakt mit Eltern und Kindern, die vor einem Problemberg stehen. Er bemerkte: «Grenzen setzen ist ein zentraler Schritt für die Entwicklung des Kindes.» Fenner zu seiner Aufgabe: «Wir stellen kein Serienprodukt her, jeder Fall ist ein Einzelfall.» Umständlich im Sektor Soziales ist die Unterbringung der Abteilungen an drei verschiedenen Standorten.

Ursula Rorschach wies darauf hin, dass neu auch drei Parkwächterinnen die Runde machen. Sie rief in Erinnerung, dass der Stützpunkt Arbon bei grossen Schadenereignissen auch in Roggwil, Egnach und Horn Hilfe leistet. Die alte Zuteilung für Schutzräume gelte nicht mehr, Betten aber, die einst subventioniert wurden, «müssen im Notfall benützbar sein». Die Frage aus dem Publikum: «Unbeschäftigte Asylbewerber?» wurde mit dem Hinweis auf Arbeitslose beantwortet.

Umfangreiche Aufgaben

Wer einen Trauerfall erlebt, wird im Stadthaus von Ingrid Breuss beraten und erfährt kompetente Begleitung bei allen Entscheiden. Zum Bestattungswesen selber nahm Rèka Bitterlin Stellung; sie und ihre Mitarbeiter bewältigen einen umfangreichen Aufgabenkatalog und erfüllen trotzdem noch Wünsche der Familien, sofern möglich. Beim Abschied von Angehörigen wird unter der neuen Leitung der letzte Weg verantwortungsvoll geebnet.

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