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Beton statt Asphalt

SULGEN. Rund 450 000 Franken wird der Kanton in diesen Tagen in den «Ochsen»-Kreisel in Sulgen investieren. Die aufwendige Sanierung soll dazu beitragen, die Neubildung von Spurrinnen zu verzögern.
Rita Kohn
Die Lasten haben dem Belag des Kreisels zugesetzt. Nun soll Beton für Abhilfe sorgen. (Bild: Rita Kohn)

Die Lasten haben dem Belag des Kreisels zugesetzt. Nun soll Beton für Abhilfe sorgen. (Bild: Rita Kohn)

Grössere Verkehrsbehinderungen muss ab kommendem Montag hinnehmen, wer den Ochsen-Kreisel in Sulgen passiert. Dann nämlich beginnen die umfangreichen Sanierungsmassnahmen, im Rahmen derer während rund drei Wochen der Asphaltbelag entfernt und ein Betonbelag eingebaut werden soll. «Der Beton ist widerstandsfähiger», erklärt Walter Künzle, Leiter baulicher Unterhalt beim kantonalen Tiefbauamt. Nachteile gebe es für die Verkehrsteilnehmer keine, ist er überzeugt. Selbst der Umstand, dass Beton bei Regen etwas rutschiger sein kann als Asphalt, werde niemanden gefährden. «Die Geschwindigkeiten, die im Kreiselbereich gefahren werden, sind sehr tief. Da fällt das nicht ins Gewicht.»

Heute andere Beläge

Die Sanierung des «Ochsen»-Kreisels ist notwendig, weil durch die grossen Lasten – zunehmend auch 40tönner – eine starke Verdrückung erfolgte und Spurrinnen entstanden. Die Verdrückung sei unter anderem deshalb so ausgeprägt, weil beim Bau des Kreisels ein Belag verwendet worden sei, der nicht ganz so widerstandsfähig sei wie die heutigen Beläge. Fehler beim Bau des Kreisels seien nicht der Grund. Da der «Ochsen»- Kreisel weiterhin stark belastet sein wird, habe man sich nun eben für den Beton entschieden. «Wir werden es im Auge behalten, wie der Belag sich bewährt», stellt Werner Künzle in Aussicht.

Gefälle ein Problem

Ganz so einfach ist es nicht, den Belag zu wechseln. Denn das Gefälle im Kreiselbereich könnte das Einbringen des Betons erschweren. «Wir haben den Betonfachmann beigezogen und er hat uns versichert, dass es möglich sein wird. Aber unter Umständen darf der Beton nicht ganz so nass sein, wenn er aufgetragen wird.» Das Gefälle habe im Übrigen auch dazu beigetragen, dass solche Schäden entstanden seien. «Je schneller ein Fahrzeug in den Kreisel einfährt, desto grösser ist die Verdrängung», so Künzle.

Drei Etappen

Da mit dem «Ochsen»-Kreisel eine wichtige Verkehrsverbindung tangiert wird, müssen die Arbeiten etappiert werden. Während den meisten Etappen ist das Passieren des Kreisels gut möglich, da und dort kann es zu leichten Einschränkungen kommen. Man habe jedoch eine gute Situation angetroffen, die meisten Liegenschaftenbesitzer könnten noch anders aus ihrer Liegenschaft ausfahren, ohne den Baustellenbereich zu tangieren.

Vom Wetter abhängig

Sollte das Wetter nicht mitspielen, würden sich die Arbeiten entsprechend verlängern. Vorerst werden sie mit rund drei Wochen veranschlagt – eine Woche pro Etappe. Diese Zeit sei sehr eng gesteckt, versichert Walter Künzle. «Wir haben die Arbeiten extra in eine Zeit genommen, in der aufgrund der Sommerferien weniger Verkehr herrscht.» Allerdings könnten nicht alle Arbeiten in einem Zug durchgeführt werden: «Die Markierungen können wir erst ein paar Wochen später ausführen», so Künzle. Dies bedeute, dass der Kreisel dann ein weiteres Mal kurzzeitig gesperrt würde.

Höhere Kosten

Durch die Wahl des neuen Belags und das Verfahren des Einbaus entstehen auch höhere Kosten. Während sich eine «normale» Kreiselsanierung in einer Grössenordnung von 100 000 Franken bewegt, nimmt der Kanton beim «Ochsen»-Kreisel bedeutend mehr Geld in die Hand. Immerhin rund 450 000 Franken soll die gesamte Sanierung kosten. Doch Walter Künzle ist zuversichtlich, dass man danach «Ruhe» habe und sich die Mehraufwände alleine aufgrund des grossen Verkehrsaufkommens erklärten.

Drei Bauetappen, verteilt über mindestens drei Wochen, werden im Zuge der Sanierung nötig. (Bild: pd)

Drei Bauetappen, verteilt über mindestens drei Wochen, werden im Zuge der Sanierung nötig. (Bild: pd)

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