Besuch in einer etwas anderen Welt

Am Wochenende stand das Friedheim Weinfelden ganz im Zeichen der traditionellen Chilbi. Dabei gab es viele Welten und Herzlichkeit zu entdecken.

Margrith Pfister-Kübler
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Mit der Minibahn ging es einmal um das Chilbi-Festgelände herum. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Mit der Minibahn ging es einmal um das Chilbi-Festgelände herum. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

WEINFELDEN. Besondere Tage im Friedheim Weinfelden verdienen besondere Aufmerksamkeit. Es sind Tage, an denen Angehörige, Freunde oder Interessierte sich in jene Zeitzonen einlassen, in denen die Welt von Kindern und Erwachsenen anders gesehen wird. Rund 800 Besucher sind an die Chilbi gekommen, schätzte Dave Siddiqui, Leiter Bereich Erwachsene. «Wir wünschen uns, dass wir als Institution verstanden und getragen werden. Wir freuen uns, wenn viele Leute zu uns kommen. So kann Schwellenangst abgebaut werden», betonte Siddiqui.

200 Mitarbeiter

Unter den Besuchern waren auch Behinderte aus anderen Heimen. Rund 200 Personen arbeiten im Friedheim, davon viele Teilzeit, 20 stehen in der Ausbildung. Jeanine Rüegg, seit August im Friedheim in der Ausbildung zur Fachfrau Betreuung für Erwachsenengruppen, erzählte von ihrem Velounfall, der eine geistige Behinderung auslöste: «Dank medizinischem Können bin ich wieder gesund und jetzt fasziniert mich die Arbeit mit behinderten Menschen, weil ich weiss, wie wichtig diese ist.»

Verschiedene Attraktionen

Die Chilbi und der Flohmarkt begeisterten: Von der abenteuerlichen Flossüberfahrt im Hallenbad, Gondelfahren, Reiten, Klettern, Ritterutensilien herstellen, Musik, Bahnfahren bis zu den kulinarischen Verführungen wurde alles geboten. Nichts war zu spüren von Sorgen und Nöten. Trotzdem: Eine Familie mit einem behinderten Kind ist immer gefordert und auf Hilfe angewiesen.

Geeignete Lebensbedingungen

Die Stiftung Friedheim bietet Kindern und Erwachsenen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen geeignete Lebensbedingungen. Die Sonderschule mit Internat sowie der Erwachsenenbereich werden als eigenständige Heime unter einem Dach geführt. Dank Spendengeldern werden spezielle Angebote und Anschaffungen ermöglicht. Finanziert wird die Institution durch den Kanton, durch Beiträge der Bewohner und der Eltern der Kinder.

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