Beschäftigung für Langzeitarbeitslose

Die Stiftung Wetterbaum hat in einer Industriehalle in der Güttingersreuti eine Werkstatt eingerichtet. Dort renovieren Langzeitarbeitslose vor allem Holz-Fensterläden.

Brenda Zuckschwerdt
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Schleifen einen Fensterladen ab: Geschäftsführer Marc Hodel, Gemeinderat Valentin Hasler und Stiftungsratspräsident Ueli Hofer. (Bild: Brenda Zuckschwerdt)

Schleifen einen Fensterladen ab: Geschäftsführer Marc Hodel, Gemeinderat Valentin Hasler und Stiftungsratspräsident Ueli Hofer. (Bild: Brenda Zuckschwerdt)

WEINFELDEN. Die Wände sind weiss und lindengrün, statt Metalltore hat es eine helle Fensterfront, und das Ganze ist isoliert und beheizbar: So präsentiert sich die frisch renovierte Werkstatt der Stiftung Wetterbaum in Weinfelden. Bislang wurde erst das Untergeschoss renoviert, das Erdgeschoss könnte später ebenfalls genutzt werden. «In dem Gebäude liegt Potenzial», sagt Ueli Hofer, Präsident des Stiftungsrates.

Die Eröffnung der Werkstätte in Weinfelden sei ein wichtiger Ausbauschritt für die Stiftung Wetterbaum, die vor fünf Jahren gegründet wurde und bisher in Frauenfeld tätig war. Benachteiligte Menschen in einem geschützten Rahmen beschäftigen und ermutigen, um sie Schritt für Schritt wieder in die Arbeitswelt zu integrieren, das ist das Ziel der Stiftung.

Arbeit für 15 bis 20 Personen

In Frauenfeld hat die Stiftung über 40 Arbeitsplätze geschaffen. Die Mitarbeitenden übernehmen für Firmen und Private verschiedenste Dienstleistungen, von Hausräumungen über Gartenunterhalt oder Werkstattarbeiten wie Montieren, Sortieren und Verpacken bis hin zum Verkauf von Secondhand-Kleidern.

Besonders etabliert hat sich die Renovation von Holz-Fensterläden. Diese Arbeit soll nun auch in der Weinfelder Werkstätte 15 bis 20 Personen eine Beschäftigung bieten. Die Läden werden von Hand abgeschliffen und professionell neu gestrichen. Das sei keine eintönige, sondern eine motivierende Arbeit, sagt Geschäftsführer Marc Hodel. Beschäftigt werden im «Wetterbaum» mehrheitlich ausgesteuerte Langzeitarbeitslose, die auf anderem Wege kaum mehr eine Stelle finden würden.

Auf unbeschränkte Dauer

Ziel sei es, diese Menschen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Gerade bei gesundheitlichen Einschränkungen sei dies aber nicht immer realistisch. «Diese Menschen haben dann die Möglichkeit, auf unbeschränkte Dauer bei uns zu arbeiten, wenn es sein muss bis zur Pensionierung», sagt Marc Hodel.

Am 15. Oktober wird in der Werkstatt in Weinfelden der Betrieb aufgenommen. Anfangs werden noch Mitarbeiter aus Frauenfeld in Weinfelden beschäftigt. «Wir hoffen aber, diese Räume auf Dauer mit Mitarbeitenden aus der Region Weinfelden zu füllen», so Hodel.