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BERG: Zehn Schultern tragen mehr

Die Schulbehörde hat ihre Organisation umgestellt. Sie arbeitet statt wie bisher in Ressorts künftig in Kommissionen. Damit soll der Einstieg für neue Mitglieder einfacher werden.
Sabrina Bächi
Die VSBB-Schulbehörde: Benno Rast, Tanja Schild, Thomas Bitschnau, Beat Schenk und Liselore Papadopoulos. (Bild: Mario Testa (Februar 2017))

Die VSBB-Schulbehörde: Benno Rast, Tanja Schild, Thomas Bitschnau, Beat Schenk und Liselore Papadopoulos. (Bild: Mario Testa (Februar 2017))

Sabrina Bächi

sabrina.baechi

@thurgauerzeitung.ch

Das neue System soll die Zusammenarbeit fördern: Die Schulbehörde der Volksschulgemeinde Berg-Birwinken (VSBB) ist weder unter- noch überbesetzt, aber die Arbeit wird anders verteilt. Neu arbeiten ihre Mitglieder nicht mehr in Ressorts, sondern in Kommissionen. Einen konkreten Vorfall für die Umstellung gibt es nicht, versichert Benno Rast, Präsident der Schulbehörde. Dennoch: «Es gibt mehrere Gründe für die Umstellung», sagt er.

Zum einen sei es immer schwieriger, Personen zu finden, die in einer Behörde arbeiten wollen. Die Entlastung durch die geteilte Verantwortung in den Kommissionen soll dem entgegenwirken. Des Weiteren sei es einfacher, Ideen zu sammeln, und «die Arbeit verteilt sich auf verschiedene Schultern». Weiter erklärt Rast, sei es auch etwas unglücklich für Neueinsteiger, wenn sie Ressorts übernehmen müssten, in denen sie nicht ihre Stärken haben. «Mit der Kommission, in der mindestens zwei Personen sind, kann das aufgefangen werden.» Rast hatte die Idee der Kommissionsarbeit in die Behörde gebracht. «Ich habe gehört, dass in anderen Behörden bereits so gearbeitet wird, und fand, dass dieses System eine sehr gute Möglichkeit für die künftige Zusammenarbeit ist.» Die Idee sei von Anfang an auf Wohlwollen gestossen.

Das Wissen bleibt erhalten

Der wichtigste Punkt ist für Rast jedoch das Wissen, das sich jedes Behördenmitglied im Verlaufe seiner Arbeit aneignet und bei Neubesetzung oft verloren geht. «Wir hatten die Situation, dass drei Mitglieder innerhalb kurzer Zeit aus der Behörde aussteigen wollten», sagt Rast. Für Neueinsteiger ist auch nach einer Ressortübergabe alles neu. Jeder fängt bei null an, weiss Rast. «Bei einer Kommission ist die Chance hoch, dass nur einer ersetzt wird und das Wissen somit innerhalb der Kommission erhalten bleibt.»

Nicht zuletzt will der Präsident mit den Kommissionen die Zusammenarbeit innerhalb der Behörde stärken. «Bis jetzt läuft es gut», sagt er. Jede Kommission kann selber entscheiden, wie die interne Zusammenarbeit aussehen soll. Vieles geht über Mails und Telefon. Für die Arbeit in den Kommissionen sind Pflichtenhefte erstellt und Kompetenzen festgelegt worden (siehe Kasten).

Geschäfte und Vorschläge werden erarbeitet und dann der Gesamtbehörde vorgestellt. Entscheide fällt nur die Gesamtbehörde, nicht die Kommission. «Ich habe bis anhin ein sehr gutes Gefühl», sagt Rast. «Ich glaube auch, dass so einfacher Leute für die Mitarbeit in der Schul­behörde gefunden werden können.» Für Rast ist die Umstrukturierung kein Versuch, sondern ein Schritt in die Zukunft.

Beim Amt für Volksschulen ist man zurückhaltend mit Meinungen zur Struktur der Behörden. «Grundsätzlich reden wir den Behörden nicht rein», sagt Martin Schläpfer, stellvertretender Amtschef. Dennoch findet er die Lösung mit der Kommissionsarbeit insofern vorteilhaft, als dass kein Wissen bei Neubesetzungen verloren geht. «Wenn die Flexibilität der Behörde erhöht wird, ist das sicher nützlich», sagt Schläpfer. Ein Nachfolgerproblem sieht er bei Thurgauer Schulbehörden jedoch nicht. «Das sind Einzelfälle.»

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