BERG: Virtuosen an den Orgeln

Die Akkordeonkünste von Goran Kovacevic und das Orgelspiel von Paolo D’Angelo begeisterten das Publikum.

Manuela Olgiati
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Akkordeonist Goran Kovecevic spielte im Publikum. (Bild: Manuela Olgiati)

Akkordeonist Goran Kovecevic spielte im Publikum. (Bild: Manuela Olgiati)

Es war ein Konzert der Spitzenklasse: Die Königin der Instrumente ist an den Ort gebunden, die Handorgel ist es nicht. Gerade deshalb erwies sich die Begegnung dieser beiden Instrumente als reizvoll. Die beiden Meister ihres Fachs zeigten am Samstagabend in der evangelischen Kirche in Berg spannende Facetten in vielen Klangfarben. Goran Kovacevic, der Schaffhauser mit serbischen Wurzeln, und der Thurgauer Paolo D’Angelo reizten beide die Grenzen ihrer musikalischen Stile perfekt aus.

Goran Kovacevic hat sich für die Meisterkonzert-Tournee mit Paolo D’Angelo zusammengetan. Auch er ist als Dirigent und Solist in der Ostschweiz fest verankert. Ihre gemeinsame Musik und das Zusammenspiel berührte das Publikum. Den Beginn machte Goran Kovacevic mit dem Akkordeon-Solo Preludio von Adamo Volpi. Die musikalische Reise durch 440 Jahre Musikgeschichte setzte Paolo D’Angelo mit dem Entrée Pontificale von Marco Enrico Bossi fort. Virtuos interpretierten sie danach Literatur nach Vivaldi von Johann Sebastian Bach. Goran Kovacevic lotet mit seiner Eigenkomposition TWO-gether die Grenzen der beiden Instrumente mit ungewohnten Klängen aus. Den letzten Teil des Konzerts meisterten die beiden Musiker als Akkordeon-Duo. Das Publikum dankte es mit lang anhaltendem Applaus und erhielt dafür noch zwei Zugaben. «In Berg hatten wir 110 Besucher», sagte Stefan Frei, der Organisator der Konzerte. Im Schnitt seien es jeweils 200 gewesen an insgesamt 20 Konzerten.

Manuela Olgiati

weinfelden

@thurgauerzeitung.ch

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