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BERG SG: Lichterlöschen in der Dorfbeiz

Gross war die Freude vor einem Jahr, als eine Pächterfamilie den «Rebstock» übernommen hatte. Jetzt hat der Eigentümer dem Wirt gekündigt. Wegen ausstehender Pachtzinsen.
Corinne Allenspach
Noch bis Ende Oktober wird im «Rebstock» gewirtet. Danach steht die Liegenschaft zum Verkauf. (Bild: Ralph Ribi)

Noch bis Ende Oktober wird im «Rebstock» gewirtet. Danach steht die Liegenschaft zum Verkauf. (Bild: Ralph Ribi)

Die Situation ist vertrackt. Kurzfristig, auf Ende Oktober, geht das einzige Speiserestaurant im Dorfzentrum zu. Eigentümer Riccardo Frick will die Wirtschaft neben der Pfarrkirche verkaufen. Erst vor einem Jahr war die Freude gross, als eine junge Pächterfamilie das Dorfrestaurant neu übernahm und seither mit viel Elan dort wirtet. Auch Frick war einige Male im «Rebstock»: «Und ich muss sagen, dass Essen ist wirklich gut.» Der Wirt habe auch stets betont, das Restaurant laufe gut. «Leider hat er mehrere Pachtzinsen nicht gezahlt», begründet Frick die Kündigung.

Der Eigentümer hat «die Schnauze voll»

Der Wirt selber will sich zu den Vorwürfen nicht äussern. Warum Riccardo Frick das Restaurant verkaufen wolle, wisse er nicht. «Aber wir haben auch nicht das beste Verhältnis zueinander», räumt der Wirt ein. Sowohl Eigentümer als auch Pächter werfen sich gegenseitig vor, sie hätten Lösungen vorgeschlagen, um die finanziellen Angelegenheiten zu regeln. Das Gegenüber habe aber ein Gespräch jeweils abgelehnt. Der Pächter betont, er habe bereits alles organisiert für sein weiteres Leben und werde mit seiner Familie auch weiterhin im Dorf wohnen bleiben.

«Wir halten uns aus dem ­persönlichen Hickhack heraus», sagt Gemeindepräsident Sandro Parissenti – und bedauert. Es sei fürs Dorf «extrem schade», dass Berg seine einzige Beiz im Kern verliere. Der Gemeinderat werde nun Kontakt aufnehmen mit Riccardo Frick, um zu erfahren, «was wirklich Sache ist». Danach werde man eine Auslegeordnung machen. Die Frage, ob Berg seine letzte Dorfbeiz kaufen werde, wie Häggenschwil das mit dem «Ochsen» getan hat, könne er im Moment noch nicht beant­worten, sagt Parissenti: «Der Gemeinderat wird sich an seiner nächsten Sitzung mit der Zukunft des ‹Rebstocks› beschäftigen.» Frick weiss indes: Einen neuen Pächter will er nicht mehr suchen. «Ich habe die Schnauze voll, ein Restaurant zu führen, in das ich sehr viel investiert habe und jetzt Jahr für Jahr Geld verliere.»

Corinne Allenspach

arbon@thurgauerzeitung.ch

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