BERG: Familie muss auf roten Pass warten

Ausser dem kurzfristigen Rückzug eines Einbürgerungsgesuches verlief die Gemeindeversammlung wie geplant. Die Stimmbürger durften sich über einen hohen Gewinn bei der Rechnung 2016 freuen.

Rudolf Steiner
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Max Soller, Gemeindepräsident von Berg, spricht an der Versammlung. Im Hintergrund sieht man den Gemeinderat. (Bild: Rudolf Steiner)

Max Soller, Gemeindepräsident von Berg, spricht an der Versammlung. Im Hintergrund sieht man den Gemeinderat. (Bild: Rudolf Steiner)

Rudolf Steiner

weinfelden@thurgauerzeitung.ch

Nach der Begrüssung der ­ 69 Stimmberechtigten an der Versammlung in Berg gab Gemeindepräsident Max Soller am Dienstagabend eine Änderung der Traktandenliste bekannt. Auf dieser waren die Einbürgerung von zwei Einzelpersonen und zwei Familien traktandiert. «Wir haben praktisch im letzten Moment erfahren, dass bei der Einbürgerung der Familie Bajrami vom Kantonalen Handelsregisteramt gewisse Vorbehalte, die noch näher abgeklärt werden müssen, gemacht wurden», begründete er. «Weil aber die Zeit dafür nicht mehr ausreichte, haben wir entschieden, die Einbürgerung zurückzuziehen.» So hatten die Stimmberechtigten nur über die Einbürgerung des deutschen Ehepaars Robert und Ulrike Scherer Blank sowie die Einzelpersonen Andrin Blank, ebenfalls deutscher Staatsangehöriger, und Berl-Avraam Gubenkov, Russe, zu entscheiden. Allen wurde zugestimmt.

Zuvor wurden wegen des Rücktritts eines Urnenoffizianten und der Aufstockung des Wahlbüros von zehn auf zwölf Mitglieder Albiona Murtaj (Berg), Sonja Oesch (Berg) und Marcel Zollikofer (Graltshausen) in globo als neue Urnenoffizianten gewählt.

Beim Budget lag man über 700000 Franken daneben

Erfreuliche Nachrichten hatte Gemeindepräsident Soller bei der Präsentation der Rechnung 2016 vorzuweisen. Anstelle des budgetierten Aufwandüberschusses von 245100 Franken resultierte beim Abschluss ein Gewinn von 520580 Franken. Das heisst ein um 765680 Franken besseres Ergebnis als budgetiert. Dieses kam vor allem dank Einsparungen in diversen Bereichen und einem um 233000 Franken höheren Steuereingang zu Stande, erklärte Soller.

Sowohl dem erfreulichen Rechnungsergebnis 2016 als auch der Gewinnverwendung – die 520000 Franken werden dem Eigenkapital zugeschlagen – stimmten die 69 Anwesenden einstimmig und diskussionslos zu.

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