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Bereicherung fürs «Bellevue»

Entlang des Schoderbachs zwischen Haupt- und Brückenstrasse soll Kunst im öffentlichen Raum entstehen. Die städtische Kunstkommission schreibt das vierte Projekt dieser Art aus.
Nicole D'orazio
Stadträtin Dorena Raggenbass und Bernard Roth schauen sich den Standort an. (Bild: Reto Martin)

Stadträtin Dorena Raggenbass und Bernard Roth schauen sich den Standort an. (Bild: Reto Martin)

Der Schoderbach plätschert ruhig vor sich hin. Der ihm entlang führende Fussweg verbindet den Hauptbahnhof mit Konstanz. Einige grosse Bäume erinnern an den prachtvollen Bellevue-Park und das Sanatorium für psychisch Kranke, die sich früher auf dem Gelände befanden. «Bis 1982 schützte eine hohe Hecke die 70 000 Quadratmeter grosse geschlossene Anlage an bester Lage», erzählt Bernard Roth, Architekt und Mitglied der städtischen Kunstkommission, an der Medienkonferenz am Dienstag nahe der Venenklinik. «Niemand wusste, wie es dahinter aussieht.»

1980 wurde die Klinik geschlossen, die Stadt wollte das Gelände kaufen. Doch die Volksabstimmung 1985 fiel negativ aus. Mit dem Projekt «Kunstgrenze – Kunst an der Grenze» wollte man das Areal der Bevölkerung speziell zugänglich machen, bevor es Investoren zerstückelten. Das Areal wurde für zwei Monate gemietet. Im April und Mai 1984 stellten rund 70 Künstler ihre Werke aus. Dazu gab es 40 Veranstaltungen, zum Beispiel ein Freiluftkino. «Der Fussweg gehört noch der Stadt. Sozusagen der letzte Rest», sagt Roth.

Orte, die nicht jeder kennt

Genau in diesem Abschnitt soll das nächste Projekt von «Entdeckung des Stadtraumes» entstehen. «Wir wählen dafür jeweils Orte, die nicht jeder kennt, aus. Die Leute sollen deren Qualität entdecken», sagt Roth. Von der angrenzenden Eigentümergemeinschaft habe man zudem die Zustimmung, einen Teil ihrer Parzelle entlang des Fussweges mitbenutzen zu dürfen, ergänzt Stadträtin Dorena Raggenbass. «Wir laden Künstler ein, sich den Ort anzuschauen und uns ihre Vorschläge für Kunst im öffentlichen Raum zu unterbreiten.» Bisher wurden drei solche Wettbewerbe ausgeschrieben. An der Weinstrasse und auf dem Dorfplatz Egelshofen wurden die Projekte umgesetzt. «An der Wiesenstrasse mussten wir es wegen Vandalismus leider abbrechen», sagt Raggenbass.

Die beiden hoffen auf viele gute Vorschläge. «Es ist ein wertvoller Ort, und man hat die Chance, hier etwas dauerhaft zu installieren», sagt Raggenbass. «Das Projekt sollte sich auf den Ort beziehen und hierher passen. Es soll die Geschichte des Ortes weitererzählen.» Woher der Künstler käme, sei hingegen nicht wichtig. Es solle aber auch kein bereits vorgefertigtes Projekt sein. Roth hofft, dass das Kunstwerk in einem Jahr, also im Herbst 2017 eingeweiht werden kann.

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