Beirat erstmals als Jury in Funktion

Modeshow, Musical und ein ferngesteuerter Solarzeppelin haben deutlich gemacht, wie vielfältig die Interessen der Kreuzlinger Kantonsschülerinnen und -schüler sind.

Eva Büchi
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Von der Stiftung für Jugendförderung im Thurgau prämiert: Barbara Mühlemann, Nina Bremi, Jules Henze, Florian Sieber, Michael Wild (v. l.). (Bild: zVg)

Von der Stiftung für Jugendförderung im Thurgau prämiert: Barbara Mühlemann, Nina Bremi, Jules Henze, Florian Sieber, Michael Wild (v. l.). (Bild: zVg)

Kreuzlingen. In drei Lektionen nach speziellem Stundenplan haben am Samstag Eltern und Ehemalige Eindrücke vom Fachunterricht wie Chemie, Deutsch und Mathematik erhalten. Danach zeigten Maturandinnen und Maturanden Sequenzen ihrer Präsentationen der Maturaarbeiten. Miriam Köhrer und Noemi Federici haben Abendkleider geschneidert, Schülerinnen als Models herausgeputzt, die auf dem Catwalk elegant präsentierten.

Im Musical der Maturandinnen Corina Schuler, Deborah Wagner und Stéphanie Baiker wurden Shows wie «Music Star» mit frechen Dialogen, schrägen Gesangs- und Tanzeinlagen sowie toll interpretierten Hits auf die Schippe genommen. Das Musical erzählt die Geschichte dreier Freundinnen, die in den USA eine Sängerkarriere ergreifen wollen und auf den Boden der Realität zurückgeworfen werden. Mit Akrobatik haben zwei Mädchenklassen unterhalten. Als Kontrast zeigten die Maturanden Jules Henze und Michael Wild ihren Solarzeppelin. Mit Helium gefüllten Ballonen, die in einem per Fernsteuerung lenkbaren Gerüst lagen, ist der Zeppelin in der Aula der Kantonsschule über die überraschten Köpfe der Gäste hinweggeflogen.

Der Beirat, der als neugeschaffene Kommission die Kantonsschule Kreuzlingen durch den Schulalltag begleitet, ist am Besuchstag erstmals als Jury aufgetreten. Die Mitglieder haben die Laudatio auf die Preisträger gehalten: Stadtammann Andreas Netzle hat sich von Florian Siebers verfassten und inszenierten Theaterstück «Das Metronom und der Papierofen – ein Stück in neun Bildern» beeindruckt gezeigt. «Ich teile nicht die politische Haltung – aber würdige die theoretische und künstlerische Arbeit des Maturanden.» Egelsee-Schulleiter Herbert Kammacher hat die Besonderheiten der Maturaarbeiten von Nina Bremi (Rumantsch Grischun en Scola) und von Barbara Mühlemann (Fluoreszenzfärbung von Nervenzellen durch Elektroporation) dargelegt und Michael Keller stellte die Maturaarbeit von Jules Henze und Michael Wild vor, deren Produkt «Solarzeppelin» die Gäste live miterleben konnten.

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