Beim Bahnübergang ist Ende

Über die Zelgstrasse wird man künftig nicht mehr durch das Areal der Arbonia-Forster ins Seeparkgelände und zum Schwimmbad gelangen können. Für Autos, Velos und Fussgänger wird sie unterbunden und zur Sackgasse.

Max Eichenberger
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Auf dem AFG-Areal muss die Durchfahrt für die Feuerwehr möglich sein.

Auf dem AFG-Areal muss die Durchfahrt für die Feuerwehr möglich sein.

arbon. Vor dem Bahnübergang markiert eine Gitterabschrankung das abrupte Ende der Zelgstrasse. Durch das Firmenareal der Arbonia-Forster, und damit privates Gelände, konnte man bis anhin geduldet durchfahren. Damit ist es jetzt vorbei, wie Stadtammann Martin Klöti bestätigt.

Eine Sackgasse

Die Zelgstrasse ist seit kurzem als Sackgasse signalisiert – das irritiert die Leute. Gehäuft kamen daher Anfragen an die Stadtverwaltung. Die Sackgasse-Regelung bleibt endgültig, heisst es nun von Seiten der Stadt. Von der Einmündung Romanshornerstrasse bis zum Bahnübergang ist die Zelgstrasse eine Gemeindestrasse, in der Fortsetzung dann eine Privatstrasse. Ursprünglich diente sie als Stumpen-Fahrbahn ausschliesslich der Erschliessung des Fabrikareals – damals noch des Forster-Röhrenwerks.

Neues Land hinzugewonnen

Bis vor 35 Jahren nämlich, bevor dem See Land abgerungen und das Seeparkareal aufgeschüttet worden war, stiess das Bodenseeufer unmittelbar an das Industrie- und Gewerbeland an. Bis zu ihrem Umzug nach Steinach hatte dort auch Hügli Suppen produziert. Land und Immobilien übernahm dann die Hermann Forster AG, die 1974 mit Arbonia zum Kern der heutigen Firmengruppe verschmolz. Eine Verbindung am See hatte es nicht gegeben.

Kein Grundbucheintrag

Die Forster-Kühlschrankfabrik wurde zwischenzeitlich erstellt. Als Arbon und Frasnacht noch zwei Ortsgemeinden waren und Forster expandierte, bot der Ortsverwaltungsrat Hand, die Fabrik in Seenähe zu bauen, um die Steuern am Ort behalten zu können. Der damalige Forster-Patron Jakob Züllig hätte sonst – wie später die neuen Fabriken – in Frasnacht erstellt. Ein Erdwall sollte den Bau bestmöglich verstecken. Nach dem Bau des Saals und der Arrondierung der Parkflächen bot die AFG zur Durchfahrt Hand, obwohl sie dazu nicht verpflichtet gewesen wäre. Es gibt keinen entsprechenden Grundbucheintrag.

Auch Sicherheitsaspekte

Weil in Produktionsstätten die Sicherheit aller Personen gewährleistet sein muss, lässt die Fabrikbetreiberin das Tor nicht mehr offen und macht das Areal für jeglichen betriebsfremden Verkehr dicht. Diese verbindliche Regelung gilt auch für Radfahrer und Fussgänger.

Mit einem Gitterzaun ist die Zelgstrasse beim Bahnübergang gesperrt worden. (Bilder: Max Eichenberger)

Mit einem Gitterzaun ist die Zelgstrasse beim Bahnübergang gesperrt worden. (Bilder: Max Eichenberger)