Behörde steht vor vielen Aufgaben

Der Weinfelder Gemeinderat hat sich für die Amtsperiode 2011 bis 2015 einiges vorgenommen. Die Legislaturziele verfolgen die Strategie «Stärken stärken». Die Zentrumsfunktion im Mittelthurgau ist eine ständige Herausforderung.

Urs Bänziger
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Der Weinfelder Gemeinderat: Ursi Senn-Bieri, Valentin Hasler, Thomas Bornhauser, Gemeindeammann Max Vögeli, Walter Strupler, Hans Eschenmoser, Veronica Bieler-Hotz und Gemeindeschreiber Martin Sax. (Bild: pd)

Der Weinfelder Gemeinderat: Ursi Senn-Bieri, Valentin Hasler, Thomas Bornhauser, Gemeindeammann Max Vögeli, Walter Strupler, Hans Eschenmoser, Veronica Bieler-Hotz und Gemeindeschreiber Martin Sax. (Bild: pd)

WEINFELDEN. An einigen Sitzungen und an einem eintägigen Seminar auf dem Lilienberg haben der Weinfelder Gemeindeammann, die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte die Köpfe zusammengesteckt und über die Ziele der Amtsperiode 2011 bis 2015 gebrütet. Das Ergebnis hat die Behörde dem Gemeindeparlament an der Bochselnachtsitzung präsentiert. Zu den Zielsetzungen des Gemeinderates konnte sich das Parlament nicht äussern, sie lediglich zur Kenntnis nehmen.

Für Gemeindeammann Max Vögeli sind die Legislaturziele aber eine Erfolgskontrolle. Zur Hälfte der Amtsdauer und am Ende werde die Arbeit der Behörde daran gemessen. «Die Legislaturziele sind immer auch Teil einer rollenden Planung. Ausserdem ist der Finanzplan ein ständiger Begleiter», so Vögeli.

Revisionen stehen an

Die Strategie des Gemeinderates für die neue Legislatur steht unter dem Titel «Stärken stärken». «Die Bewältigung der Aufgaben als Zentrumsgemeinde im Mittelthurgau fordert uns immer wieder», betont der Gemeindeammann. Als aktuelles Beispiel nennt er die Schaffung einer regionalen Amtsvormundschaft und Berufsbeistand, die Weinfelden mit den Gemeinden Berg, Bürglen und Birwinken anstrebt. In der Amtsperiode 2011 bis 2015 stehen zudem verschiedene Revisionen an: der Siedlungsrichtplan, der Zonenplan, die Anpassung des kommunalen Baureglements an das kantonale. Auch will der Gemeinderat die Parkierordnung in Weinfelden einheitlich regeln.

Mit einer baulichen Verdichtung soll das Zentrum weiter gestärkt werden. Zu einem starken Zentrum gehöre auch ein gesundes Gewerbe, betont Vögeli.

Ortsbus wird geprüft

Den Geschäftsgang kann der Gemeinderat nicht beeinflussen, aber er kann sich für optimale Rahmenbedingungen einsetzen. Ebenso möchte er gute Voraussetzungen schaffen für bestehende und neue Betriebe und dabei Arbeitsplätze gewinnen. «Wir fördern die kontinuierliche Entwicklung von Weinfelden und steigern die Attraktivität als Lebens-, Wohn- und Arbeitsraum.» In diesen Bereich fällt die Erschliessung der Wohnquartiere mit dem öffentlichem Verkehr. Ob bald ein Ortsbus eingesetzt wird, will der Gemeinderat prüfen. Vielleicht gebe es ja noch andere, günstigere Varianten, so Max Vögeli.

Neben einer Verflüssigung des Verkehrs auf der Transitachse Dufour-/Deucherstrasse und einer Entlastung der Freiestrasse strebt die Weinfelder Behörde eine Verbesserung der Infrastruktur für den Langsamverkehr an. Die grösste Investition wird das Sicherheitszentrum für die Blaulichtorganisationen sein, sofern die Bevölkerung zum Bau Ja sagt. Nicht zuletzt auch deshalb hat sich der Gemeinderat zu einem Legislaturziel gesetzt, den Stützpunkt des Rettungsdienstes in Weinfelden zu erhalten.

Bau eines Kunstrasenplatzes

Vorgesehen ist die Erweiterung der Sportanlage Güttingersreuti mit einem Kunstrasenplatz. Weinfelden verfügt zwar über ein Jugendkonzept, die Umsetzung der Massnahmen steht allerdings noch aus. Und ein Seniorennetz koordiniert die Aktivitäten und Informationen für die Senioren.