Behörde bevorzugt einen Neubau

WIGOLTINGEN. Am 27. November stimmt die Volksschulgemeinde Wigoltingen über den Kindergarten ab. Die Zustände im Haldengüetli sind prekär. Am Donnerstag konnten sich die Schulbürger an Ort und Stelle informieren.

Christoph Heer
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Im alten Kindergarten Haldengüetli informieren sich Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über den geplanten Neubau. (Bild: Christoph Heer)

Im alten Kindergarten Haldengüetli informieren sich Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über den geplanten Neubau. (Bild: Christoph Heer)

36 Kinder besuchen den Kindergarten Haldengüetli in Wigoltingen. Das sorgt besonders zur Mittagszeit für prekäre Verhältnisse auf dem Vorplatz des Hauses. Wenn viele Elternteile mit ihren Autos die Kinder abholen, kann es zu gefährlichen Situationen kommen.

Der Überblick fehlt

«Aber auch aus pädagogischer Sicht ist nicht alles optimal. Da wir auf drei Stockwerken unterrichten, fehlt uns manchmal der Überblick. Mit diesen räumlichen Begebenheiten ist es schwierig, die Übersicht zu behalten», sagt Kindergärtnerin Celina Nesme.

Ihre Kollegin Claudia Röthlisberger fügt an, dass die Konzentration der Kinder wegen der hellhörigen und zu kleinen Räume schnell nachlasse. Der Entscheid über einen allfälligen Neubau des Kindergartens fällt an der Versammlung der Volksschulgemeinde Wigoltingen vom 27. November. Die Schulbehörde legt drei Varianten vor.

An der Informationsversammlung vom vergangenen Donnerstagabend im Kindergarten Haldengüetli war das Interesse der Schulbürgerinnen und Schulbürger deshalb gross. Auf einem Rundgang durch das ehemalige Bauernhaus, das seit 1985 als Kindergarten benutzt wird, wurden die Schulbürger auf die Gesamtsituation aufmerksam gemacht. «Vor allem aber wollen wir den Leuten unsere Variante 1 schmackhaft machen», sagte Schulpräsidentin Rita Reutimann. Dass Platz geschaffen werden muss, ist klar. Seit sechs Jahren ist nun die Schulbehörde an der Ausarbeitung verschiedenster Modelle. So wurde auch etwa ein Anbau an das bestehende Haldengüetli, in der Höhe von gut einer Million Franken, in Betracht gezogen. Zu vieles sprach jedoch gegen diese Idee.

«Der richtige Schritt»

Für die Schulbehörde, allen voran für deren Präsidentin Rita Reutimann, kommt nur eine Variante in Frage. «Wir schlagen unseren Stimmberechtigten die Variante 1 vor. Demnach sollen der Kindergarten für circa eine Million sowie die zwei bestehenden Lehrerhäuser im Wert von 800 000 Franken verkauft werden. Dank diesen Einnahmen würde der Nettoaufwand eines Neubaus auf dem Land der Politischen Gemeinde wohl noch um die 400 000 Franken ausmachen.» Die Präsidentin betont, dass dies wohl der einzig richtige Schritt in eine gute Zukunft ist.