Baumgartner wird's nicht

Der unerschrockene Stratosphären-Springer Felix Baumgartner ist noch nicht wirklich in Arbon angekommen. Wenn er in der Stadt ist, seinem Wohnort seit dem Frühjahr 2012, dann jeweils nur für kurze Zeit.

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Der unerschrockene Stratosphären-Springer Felix Baumgartner ist noch nicht wirklich in Arbon angekommen. Wenn er in der Stadt ist, seinem Wohnort seit dem Frühjahr 2012, dann jeweils nur für kurze Zeit.

Eigentlich plante die Stadt Arbon für den österreichischen Rekordspringer und unverhofften Helden einen Empfang, um den weltweit bekannt gewordenen Neuzuzüger und einen ihrer besten Steuerzahler für dessen Leistung zu ehren.

«Doch wir bemühten uns vergeblich, ihn persönlich zu erreichen», sagt Monique Trummer Kissling, bei der Stadt für Kommunikation verantwortlich. Die Funkstille dürfte aber nichts mit den zumindest unbedarften Äusserungen Baumgartners über dessen Demokratieverständnis zu tun haben. In einem «Kurier»-Interview hatte der Basejumper und Grossverdiener im Sold von Red Bull sinngemäss zu Protokoll gegeben, in einem politischen System mit einem Hauch von Diktatur liesse sich mehr bewegen.

Felix Baumgartner befinde sich immer noch auf Medientour, heisst es bei Red Bull. Der Kontakt der Stadt beschränkt sich einstweilen auf den Konzern, bei dem Baumgartner unter Vertrag ist. Red Bull wird nun also mit seinem Aushängeschild abklären, was dieser möchte, was Arbon soll. Von einem kleinen Apéro über eine Würdigung bis hin zu einem Podiumsgespräch sei im Moment noch alles denkbar, sagt Trummer Kissling.

Sicher jedenfalls, sagt sie, werde Felix Baumgartner nicht an der Neujahrsfeier als Arboner des Jahres aus dem Hut gezaubert. (me)

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