Baumann ist für nächsten Schritt bereit

Seit dem Rücktritt von Präsidentin Jacqueline Humbel hat Ernst Baumann den Vorsitz in der Behörde der Primarschulgemeinde Schönenberg-Kradolf interimistisch inne. Nun möchte der 67-Jährige das Präsidium bis Ende der Amtsperiode ganz übernehmen.

Hannelore Bruderer
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Ernst Baumann kandidiert in der Primarschulgemeinde Schönenberg-Kradolf für das Präsidium. (Bild: Hannelore Bruderer)

Ernst Baumann kandidiert in der Primarschulgemeinde Schönenberg-Kradolf für das Präsidium. (Bild: Hannelore Bruderer)

SCHÖNENBERG. Ernst Baumann gehört der Schulbehörde Schönenberg-Kradolf seit dem Jahr 2008 an. Als Vizepräsident hat er die Leitung der Behörde nach dem Rücktritt von Jacqueline Humbel im Dezember übernommen. Am 28. Februar steht er als einziger Kandidat für ihre Nachfolge auf dem Wahlzettel.

Erfahrung als Lehrer

Es sind verschiedene Gründe, die Baumann dazu bewogen haben, sich der Wahl zu stellen. «Da sich kaum jemand findet, der das Schulpräsidium so kurzfristig übernehmen kann, hätte ich das Amt höchstwahrscheinlich sowieso ad interim weiterführen müssen», sagt er. «Zudem ist die Zukunft des Amtes durch die Bestrebungen zur Gründung einer Volksschulgemeinde auf längere Sicht ungewiss.» Baumanns Ziel ist deshalb klar. Er will das Präsidium bis Ende der Amtsperiode Mitte 2017 übernehmen. Bis dahin werde auch die Stossrichtung betreffend Volksschule bekannt sein. Als weiteren Grund für sein Engagement nennt Baumann die gute Zusammenarbeit mit Schulleiterin Jacqueline Gasser und Schulsekretärin Irene Merz. Die langjährige Schulsekretärin erreicht in diesem Jahr zwar das Pensionsalter, hat sich aber bereit erklärt, bis zum Ende der Amtsperiode zu bleiben.

Als ehemaliger Lehrer, der sich in seiner Berufskarriere in diversen Feldern der Bildung betätigt hat, bringt Baumann für das Präsidium der Primarschule einen grossen Erfahrungsschatz mit. Da das operative Geschäft der Schule in den Händen der Schulleitung liege, dürfe man die Aufgaben des Präsidenten aber nicht überbewerten, findet er.

Die Tätigkeit bestehe zum Grossteil aus dem Aktenstudium, dem Leiten von Sitzungen, der Vernetzungsarbeit und dem Mitwirken in Arbeitsgruppen. Das Pensum des Präsidiums der Primarschulgemeinde Schönenberg-Kradolf umfasst 30 Prozent. Jene 30 Prozent, die Jacqueline Humbel von ihrem 60-Prozent-Pensum für die Leitung der Finanzen eingesetzt hatte, hat die Schulbehörde inzwischen an eine externe Stelle vergeben.

Lehrplan 21 und Renovation

Als Pilotgemeinde hatte die Primarschule Schönenberg-Kradolf das neue Berechnungsmodell HRM2 als eine der ersten Schulgemeinden im Kanton eingeführt. Da in den eigenen Reihen niemand über die nötige Erfahrung mit diesem Rechnungsmodell verfüge, sei die Auswärtsvergabe ein logischer Schritt gewesen, sagt Ernst Baumann.

Wie alle Thurgauer Schulgemeinden werde in nächster Zeit die Einführung des Lehrplans 21 auch die Schule Schönenberg-Kradolf intensiv beschäftigen. Zudem seien die Renovation des alten Schulhauses in Schönenberg und die Eröffnung einer dritten Kindergartenabteilung Themen. Die neue Abteilung soll im «Oettli-Haus» untergebracht werden, wo sich früher schon ein Kindergarten befunden hat.

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