Bauern reden mit Konsumenten

Am Gabris-Gespräch in Wuppenau sprach Adrian Krebs über Auswege aus der Tretmühle der Bauern. Der Chefredaktor der «Bauernzeitung» warb für den Dialog.

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Adrian Krebs Referent Chefredaktor «Bauernzeitung» (Bild: bauernzeitung.ch)

Adrian Krebs Referent Chefredaktor «Bauernzeitung» (Bild: bauernzeitung.ch)

WUPPENAU. Produzenten müssen vermehrt mit Konsumenten ins Gespräch kommen. Diesen Ratschlag erteilte Adrian Krebs den Zuhörern am diesjährigen Gabris-Gespräch in Wuppenau. Der Chefredaktor der Schweizer «Bauernzeitung» trat am Sonntag als Referent an der Veranstaltung auf, die vom Verein Förderband organisiert wurde.

Privilegien für die Bauern

Adrian Krebs verwies in seinem Referat darauf, dass Bauern in der Schweiz vergleichsweise privilegiert seien. So geniesse die hiesige Landwirtschaft eine öffentliche Unterstützung, die zehnmal grösser ausfalle als in der EU. Dies habe nicht zuletzt damit zu tun, dass die schweizerische Gesellschaft immer noch sehr stark mit dem agrarischen Leben verbunden sei. Die hohen Schutzmauern würden allerdings auch eine Abwehrhaltung gegenüber Neuerungen fördern. Der Umstand, dass die organisierte Bauernschaft zudem extrem erfolgreich politisiere, diene nicht nur ihrem Vorteil.

Neue Produkte für die Moderne

Die hohen Subventionen an die Landwirtschaft liessen sich auf Dauer nur rechtfertigen, wenn die Landwirtschaft ihren Produktionsbegriff erweitere, argumentierte Krebs. Nicht nur erzeugte Waren, sondern auch Leistungen zur Verbesserung der Lebensbedingungen seien als Produkt zu verstehen. Die Bauern müssten daher auch eine engere Partnerschaft mit den Konsumenten suchen. Auch Genossenschaften und Projekte, wie es der Gemeinschaftshof Gabris darstellt, könnten zu einer Erneuerung des agrarischen Lebens beitragen, ist Adrian Krebs überzeugt. (red.)