Baubeginn auf Sommer geplant

Vor zwei Jahren stellten der Stadtrat und die Firma Ecoreal einen Gestaltungsplan für eine Überbauung neben dem Einkaufszentrum Hubzelg vor. Ein Baugesuch gibt es noch nicht, wegen Verzögerungen beim Kanton.

Michèle Vaterlaus
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Zwischen der Migros und der evangelischen Kirche soll eine Überbauung entstehen. (Bild: Michèle Vaterlaus)

Zwischen der Migros und der evangelischen Kirche soll eine Überbauung entstehen. (Bild: Michèle Vaterlaus)

ROMANSHORN. Wohnen und Einkaufen. Das soll die geplante Überbauung auf der Wiese zwischen Einkaufszentrum Hubzelg und der evangelischen Kirche in Romanshorn ermöglichen. Vor genau zwei Jahren lag der Gestaltungsplan auf. Dieser ist rechtsgültig, doch bis heute ist kein Baugesuch von der Investorin eingereicht worden.

Grund sind Verzögerungen, die es beim Kanton gegeben hat, nachdem 2013 das neue Planungs- und Baugesetz eingeführt wurde.

Baueingabe in Vorbereitung

«Nach meinen Kenntnissen hat es etwas länger gedauert, weil der Gestaltungsplan <Hubzelg Nord> einer der ersten war, der nach dem neuen Gesetz erarbeitet wurde», sagt der Romanshorner Stadtrat Danilo Clematide, zuständig für das Ressort Ortsplanung und Baurecht. Irma Thoma, Leiterin Construction bei der Investorin Ecoreal: «Wir hatten eines Tages ein Schreiben des Kantons Thurgau bekommen. Darin stand, dass auf unbestimmte Zeit keine Gestaltungspläne bewilligt werden.» Daraufhin habe die Ecoreal nicht mehr weiter geplant und zugewartet. «Doch seit dem Spätsommer 2014 haben wir den Bescheid, und der Gestaltungsplan ist rechtsgültig.» Jetzt sei man dabei, die Baueingabe vorzubereiten. «Wir geben Vollgas.» Ziel sei, dass das Baugesuch im Frühling eingereicht werden kann.

Zusammenarbeit mit der Stadt

Das ist ganz im Sinne des Stadtrates. «Wir sind erfreut, wenn es vorwärts geht», sagt Clematide. «Das ist ein hochwertiges Projekt, das den Dorfeingang repräsentativ gestaltet.» Schon bei der Vorstellung des Gestaltungsplanes betonte Stadtammann David H. Bon, dass die Überbauung eine Zentrumsfunktion habe.

Die Bedingungen der Behörde an das Projekt waren entsprechend formuliert. So sollte das Projekt den Dorfeingang mit einem markanten Gebäude aufwerten und dennoch die angrenzende Kirche respektieren. Ebenso wurde ein hoher Gewerbeanteil gewünscht. Das Projekt der Ecoreal ist daher in enger Zusammenarbeit mit dem Stadtrat entstanden.

Investition von 20 Millionen

Die Überbauung umfasst eine Anlagesumme von rund 20 Millionen Franken. Es sollen vier schmetterlingsförmige Mehrfamilienhäuser mit insgesamt rund 45 Wohnungen und 66 Parkplätzen entstehen. Geplant sind 2,5- bis 4,5-Zimmer-Wohnungen. Um Synergien mit dem Einkaufszentrum Hubzelg nutzen zu können, sind wie vom Stadtrat gewünscht auch Gewerberäume vorgesehen.

Nach der langen Wartezeit bis zur Genehmigung des Gestaltungsplanes hofft Irma Thoma, dass im Sommer 2015 mit dem Bau begonnen werden kann. «Das ist natürlich abhängig von Einsprachen, die es geben könnte», sagt sie. Läuft aber alles reibungslos, dann rechnet die Investorin damit, dass die Überbauung im Frühling 2017 bezugsbereit ist.

Irma Thoma Leiterin Construction bei der Investorin Ecoreal (Bild: Michèle Vaterlaus)

Irma Thoma Leiterin Construction bei der Investorin Ecoreal (Bild: Michèle Vaterlaus)

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