Bauarbeiten statt Unterricht

Wenn die Sekundarschüler ab Montag wieder das Thomas-Bornhauser-Schulhaus in Weinfelden besuchen, müssen sie wegen des Umbaus des Spezialtraktes einige Änderungen und etwas Lärm in Kauf nehmen.

Nicole D‘orazio
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Peter Büchel (l.) und Janus Tomaselli schauen sich den Stand der Bauarbeiten im Spezialtrakt des Thomas-Bornhauser-Schulhauses an. (Bild: Nana do Carmo)

Peter Büchel (l.) und Janus Tomaselli schauen sich den Stand der Bauarbeiten im Spezialtrakt des Thomas-Bornhauser-Schulhauses an. (Bild: Nana do Carmo)

WEINFELDEN. An Schulunterricht ist derzeit im Spezialtrakt des Thomas-Bornhauser-Schulhauses (TBS4) nicht zu denken. Seit einem Monat sind ein grosser Kran, Bagger und Bauarbeiter im Einsatz, die das 1978 erbaute Gebäude teilweise einreissen und innerlich aushöhlen. Am 7. März 2010 hatten die Weinfelder Stimmbürger einem Kredit über 3,2 Millionen Franken für die Sanierung und den Ausbau des Spezialtraktes zugestimmt.

Bei Schulbeginn am kommenden Montag müssen sich Schüler und Lehrerschaft deswegen auf einige Umstellungen gefasst machen. «Alle wissen Bescheid, dass sie durch den Umbau der bisherigen naturwissenschaftlichen Räume in den übrigen Gebäuden etwas zusammenrücken müssen», sagt Janus Tomaselli, Präsident der Baukommission. Der Singsaal werde vorübergehend in die kleine Turnhalle verlegt.

Abbruch in den Ferien

Um die Schüler und Lehrer vor allzu grossem Lärm zu verschonen, hat man gleich zu Beginn der Sommerferien mit den Abbrucharbeiten begonnen. Der ehemalige Singsaal hat kein Dach mehr und im Inneren des Gebäudes wird derzeit die Treppe mit Baggern zurückgebaut. «Die nachfolgenden Innenausbauten sollten die Schüler beim Lernen nicht besonders stören», ist sich Architekt Peter Büchel sicher.

«Und die Vorfreude auf die neuen Räume ist bestimmt grösser als die verursachten Einschränkungen», ergänzt Tomaselli.

Obwohl die Bauarbeiten neben dem Schulbetrieb laufen, sehen Büchel und Tomaselli punkto Sicherheit kein Problem. «Das haben wir schon bei der Sanierung des TBS3 so gemacht.» Die Baustelle sei abgesperrt und tagsüber habe es noch nie Hitzköpfe gegeben, die sich unbefugt auf dem Baustellengelände aufgehalten hätten.

«Es ist aber andernorts schon vorgekommen, dass am Wochenende Leute über die Abschrankungen und auf den Kran geklettert sind», so Büchel. Das sollte nicht, könne aber auf jeder Baustelle passieren.

Neue Küche und Singsaal

Neben dem Einbau eines neuen Elektro- und Sanitärnetzes, einer neuen Beleuchtung und Lüftung, wird die Treppe vor den Eingang versetzt, so dass ein Lift Platz hat. «Das ganze Gebäude wird behindertengerecht», sagt Tomaselli.

In den ehemaligen Singsaal im Erdgeschoss wird eine Schulküche eingebaut, da diejenige im Pestalozzi-Schulhaus eine Sanierung nötig hätte. «Es macht Sinn, die Spezialräume zu zentralisieren», erklärt Tomaselli. Der neue Singsaal, der auch als Aula dient, wird über der Küche gebaut. «Das gibt eine gute Sache», so Tomaselli. «Wir sind überzeugt, im Frühling fertig zu sein.»

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