Bau als Unterhaltungsprogramm

AMRISWIL. Der Ausbau des Alters- und Pflegezentrums ist dem Zeitplan voraus. Erstaunlich gelassen reagieren die Bewohner auf die entstehenden Unannehmlichkeiten.

Roger Häni
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Blicken von oben auf die Baustelle: Dominique Nobel (Leiter des Alters- und Pflegezentrums) und Erwin Tanner (ressortverantwortlicher Stadtrat). (Bild: Roger Häni)

Blicken von oben auf die Baustelle: Dominique Nobel (Leiter des Alters- und Pflegezentrums) und Erwin Tanner (ressortverantwortlicher Stadtrat). (Bild: Roger Häni)

AMRISWIL. Die Bodenplatten sind fertig betoniert, ebenso Teile der Wände im Untergeschoss. Bis Weihnachten soll das Untergeschoss fertig sein, damit der stattliche Anbau des Alters- und Pflegezentrums (APZ) in der Folge in die Höhe wachsen kann. Dieses Ziel dürfte gut zu erreichen sein, sind die Bauarbeiten dem Zeitplan doch rund zwei Wochen voraus, wie APZ-Leiter Dominique Nobel verrät. Die Wetterbedingungen in den letzten Wochen seien ausgezeichnet gewesen.

Für Alterswohnungen bewerben

Begonnen hatten die Arbeiten im August – knapp neun Monate nachdem das Amriswiler Stimmvolk dem Kredit von 15,5 Millionen Franken zugestimmt hatte. Bis Ende 2012 entstehen eine Dementenabteilung, zwölf zusätzliche Alterswohnungen (jeweils 2,5 Zimmer) mit Anschluss an das Betreute Wohnen, ein grösserer Saal, Spitexräumlichkeiten und Büros. Neu gestaltet werden auch Restaurant und Eingangsbereich.

«Per 1. Januar 2013 wollen wir die Zimmer besetzen. Im Frühling 2013 werden dann auch die Umgebungsarbeiten abgeschlossen sein», sagt Stadtrat Erwin Tanner (Ressort Gesundheit und Alter). «Ab Anfang nächsten Jahres wird man sich für die Alterswohnungen bewerben können», informiert Dominique Nobel.

Laut Tanner sind bis dato etwa die Hälfte der Bauaufträge vergeben. «Viele an Einheimische.» Betreffend Einhaltung des Budgets sei man im grünen Bereich.

Verzicht auf Filmnachmittage

Während des Baus bleibt der bestehende Teil des APZ voll ausgelastet. Natürlich sei die lärmende Pfählerei für die 110 Bewohner belastend gewesen, sagt Dominique Nobel. «Es ist aber erstaunlich, wie gelassen sie es nehmen.» Viele sähen in den Bauarbeiten eine Abwechslung – ein Unterhaltungsprogramm besonderer Art.

Doch auch auf herkömmliche Unterhaltung müssen sie bis Ende nächsten Jahres nicht verzichten. «Zwar steht der Saal jetzt nicht zur Verfügung und sind daher keine öffentlichen Veranstaltungen wie etwa Filmnachmittage möglich. Veranstaltungen für die Bewohner im kleineren Rahmen finden aber trotzdem statt – halt einfach auf den Pflegeabteilungen», erklärt Dominique Nobel.