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Barock trifft auf Kehricht

Heute mittag habe ich aus dem Fenster geschaut. Da steht in Bischofszell ein Mann vor dem Brunnen an der Kirchgasse beim Restaurant Möhrle und fotografiert diesen mit dem Wirtshausschild im Hintergrund. Offensichtlich ein Tourist. Das gewählte Sujet kann
Otto Raymann

Heute mittag habe ich aus dem Fenster geschaut. Da steht in Bischofszell ein Mann vor dem Brunnen an der Kirchgasse beim Restaurant Möhrle und fotografiert diesen mit dem Wirtshausschild im Hintergrund. Offensichtlich ein Tourist. Das gewählte Sujet kann

ich grob skizzieren: Der wunderschöne Barockbrunnen im

Zentrum, im Vordergrund und leicht rechts, auf den drei Stufen zum Trottoir, mindestens 20 ordentlich abgelegte weisse Kehrichtsäcke und eben im Hintergrund – es muss die obere rechte Bildecke sein – das Wirtshausschild mit dem gelockten Mohrenkopf. Was passiert denn da? Alles klar, der Mann hat sich im Datum geirrt und glaubt, einen geschmückten Osterbrunnen vor sich zu haben.

Also bitte! So hässlich sind diese denn auch wieder nicht – vorausgesetzt, man findet sie hinter den parkierten Autos und den gestapelten Kehrichtsäcken.

Ich rufe dem Mann zu, dass

es noch zu früh sei, der richtige Schmuck komme erst am

19. März an die Brunnen. Das werde dann etwas ganz anderes sein. Ich verstehe nicht, was er mir antwortet. Auf jeden Fall lächelt er, ist glücklich mit seinem Bild. Vielleicht war es der Künstler Thomas Hirschhorn, der eine Inspiration für ein neues Werk gefunden hat.

Ausgerechnet in Bischofszell!

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