«Balance» soll in der Bucht bleiben

Die Eisenskulptur «Balance» schwimmt als Überbleibsel des sommerlichen Kunstevents H2Art noch immer in der Arboner Bucht. Der Stadtammann sucht Geldquellen, damit sie bleiben kann.

Max Eichenberger
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Gehört inzwischen zur Ufersilhouette: Jörg Plickats Eisenskulptur «Balance»: Stadtammann Martin Klöti hofft auf einen Mäzen. (Bild: Max Eichenberger)

Gehört inzwischen zur Ufersilhouette: Jörg Plickats Eisenskulptur «Balance»: Stadtammann Martin Klöti hofft auf einen Mäzen. (Bild: Max Eichenberger)

arbon. Mit dem Abbau der zwei Tonnen schweren geschwungenen Skulptur hatte es dem norddeutschen Künstler Jörg Plickat letzten Spätherbsterbst nach der H2-Art-Finnisage nicht geeilt.

Logistische Herausforderung

Immerhin war schon der Transport vom Berliner Wannsee, wo «Balance» zuvor die Flanierer entzückt hatte, an den Bodensee eine echte logistische Herausforderung gewesen. Während andere Schwimmobjekte, wie der überdimensionierte Stöpsel oder das Klanghaus, längst aus dem See genommen wurden, blieb Plickats Werk auf Zusehen hin auf einer Plattform ruhend in der Bucht verankert – in Sichtentfernung zum Ufer bei der Kastanienallee.

Blickfang am Seeufer

Dort ist das scheinbar in der Weite der Bucht auf dem Wasser schwimmende verwitterte Kunstwerk ein Blickfang. Passanten finden Gefallen daran. Jörg Plickat ist ein gefragter Mann. So installierte der Plastiker gleich nach der H2Art ein weiteres Objekt in China. Und von der China National Academy of Art hat der Künstler einen Lehrauftrag erhalten.

Hoffen auf einen Mäzen

Inzwischen bemüht sich Stadtammann Martin Klöti darum, dass die schon zur Arboner Ufersilhouette gehörende Eisenskulptur dauerhaft in der Bucht verankert bleiben kann. Dies erforderte eine Bewilligung des Kantons, worum die Stadt nachsuchen würde, könnten von dritter Seite – womöglich einem Mäzen – 30 000 Euro beigebracht werden. So viel nämlich würde die Anschaffung des Kunstwerks kosten, das die Arboner ein wenig an Jean Nouvels «Monolithen» im Murtensee erinnert.

Die Auseinandersetzung mit dem Element Wasser war das Thema der H2Art 2010.