Balalaika-Klänge und Jodel

Der Jodlerclub des Bernervereins Niesen verband am Frühjahrskonzert Schweizer Folklore mit russischer Volksmusik und bekam dafür viel Applaus.

Werner Lenzin
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Jodler und die russischen Musiker an ihrem Konzert. (Bild: Werner Lenzin)

Jodler und die russischen Musiker an ihrem Konzert. (Bild: Werner Lenzin)

WEINFELDEN. «Für einmal ohne Schwyzerörgeli und Alphorn, sondern mit einer etwas anderen Musik wollen wir Ihnen heute Freude bereiten», begrüsste Präsident Urs Lüthi das Publikum in der vollbesetzten Kirche. Das Frühjahrskonzert – moderiert von Claudia Städler-Diem – der beiden Jodlerclubs Bernerverein Niesen und St. Gallen Ost unter der Leitung von Trudy Diem, ergänzt durch das Jodlerduett Claudia Städler und Andrea Haffa, bestach durch eine besondere Note. Die Verpflichtung des russischen Ensembles Scherzo unter der Leitung von Sergey Mushtakoff begeisterte durch viel Feinsinn.

Weltbekannter Bariton

Die auf traditionellen russischen Volksinstrumenten vorgetragenen Werke von Rossini, Bizet, Mussorgsky, Schostakowitsch und der «Säbeltanz» von Chatschaturjan wurden vom Publikum frenetisch applaudiert. Insbesondere die hervorragende Stimme und der lebhafte Auftritt des weltbekannten Baritons Igor Morosow sorgten für Begeisterung.

Die vier Absolventen von Russlands renommierter Musikhochschule Genessin verstanden es, mit ihren mit erfrischender Leichtigkeit vorgetragenen Werken, verbunden mit Charme und Virtuosität, einen in allen Teilen nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen. Mit Einfühlungsvermögen trugen die beiden Jodlerclubs und das Duett Städler/Haffa ihre Jutzer und Jodellieder vor.

Harmonische Ergänzung

Mit der Auswahl der Lieder ist es Trudy Diem gelungen, zwischen dem Auftakt mit dem «Chilchli-Jutz» von Franz Stadelmann und dem Abschluss mit Friedrich Schmalzs «Mi Heimat» einen bunten Strauss von Jodelliedern zusammenzustellen.

Der Auftritt des Gesamtchors mit dem Ensemble Scherzo überzeugte auch die Skeptiker: Die russischen Klänge und das bodenständige Liedgut ist kaum ein Kontrast, sondern eine gefühlsvolle harmonische Ergänzung, begünstigt durch die ausgezeichnete Akustik des Kirchenraums.

Dass mit der am Schluss durchgeführten freiwilligen Kollekte eine Zirkuswoche des Friedheims mitfinanziert wird, stiess bei den Zuhörern ebenfalls auf Sympathie und Wohlwollen.

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