Badi-Tarife: Mass ausgereizt

Arbon Der Stadtrat hat nicht die Absicht, die Tarife für die Arboner Bäder für Einheimische und Auswärtige zu splitten.

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Arbon Der Stadtrat hat nicht die Absicht, die Tarife für die Arboner Bäder für Einheimische und Auswärtige zu splitten. Dass die Behörde einen solchen Systemwechsel nach dem Vorbild etwa von Steinach, Goldach oder Horn nicht prüfe, um die Einnahmesituation der Bäder zu prüfen, bedauert Dominik Diezi (CVP), der dies angeregt hat. Die Befürchtung sieht Diezi nicht, auswärtige Badibesucher würden bei neun statt sieben Franken Eintritt ausbleiben. Nach zwei Jahren erneut mit einer Erhöhung zu kommen, mache den Besuch unattraktiver, warnt Astrid Strauss (SVP).

Getroffen würden sozial Schwächere. Wenn das Betriebsdefizit von 350 000 Franken merklich sinken sollte, müssten die Tarife derart markant angehoben werden, «dass die Bäder nicht mehr interessant sind», so Max Gimmel (FDP). Möglichkeiten, die Einnahmen zu optimieren, sähe Cyrill Stadler (FDP) mit Stunden- oder Halbtagstarifen. «Keine Illusionen» sollte man sich machen, die Bäder kostendeckend führen zu können, sagt Urs Schwarz (SP). Sie gehörten zu einer attraktiven Infrastruktur der Stadt. Abgesehen davon, dass eine Differenzierung bei den Tageseintritten kaum möglich sei, wären das ein paar Franken am falschen Ort korrigiert. Stadtrat Peter Gubser kündigt für 2017 eine Analyse an, was im Schwimmbad zu erneuern ist und wie eine Attraktivitätssteigerung erreicht werden könnte. (me)

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