Bachsanierung verzögert sich

Nach heftigen Niederschlägen ist der Hornbach übergetreten. Eine längst geplante Sanierung sollte dies verhindern. Eine Einsprache blockiert das Projekt. Der Gemeinderat hofft auf einen Entscheid in diesem Jahr.

Linda Müntener
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Letzte Woche ist der Hornbach wieder über die Ufer getreten. (Bild: Corina Tobler)

Letzte Woche ist der Hornbach wieder über die Ufer getreten. (Bild: Corina Tobler)

HORN. Nach heftigen Niederschlägen trat letzte Woche der Hornbach über die Ufer und hat an mehreren Häusern schwere Schäden verursacht. Mit einer geplanten Bachsanierung soll die Hochwassergefahr eingedämmt werden. Doch die Realisierung des Projekts verzögert sich schon seit Jahren.

Blockade wegen Liegenschaft

2011 hat der Gemeinderat das Projekt dem Kanton zur Vorprüfung eingereicht. Einzig das Amt für Denkmalpflege hat sich gegen das Bachsanierungsprojekt ausgesprochen. Grund dafür ist die Situation bei der Liegenschaft Grünau. Dort grenzt der Bach beidseitig an Bauten. Werde ein Bach saniert, müsse er die Bedingungen für den Hochwasserschutz erfüllen, sagt der Horner Gemeinderatsschreiber Andreas Hirzel. «Dies ist nur möglich, wenn das Bachbett entsprechend ausgestaltet wird.» Und genau hier liege das Problem. Das Amt für Denkmalschutz hat die Liegenschaft Grünau als schutzwürdig eingestuft. Der Gemeinderat habe daraufhin Alternativen ausarbeiten lassen, sagt Hirzel: «Wir haben ein fixfertiges Projekt, können dieses aber noch nicht auflegen.»

Schutzplan überarbeitet

Vor diesem Hintergrund hat der Gemeinderat 2012 den Schutzplan überarbeitet. Darin ist die Liegenschaft Grünau nicht mehr unter Schutz gestellt. Der Entscheid über die neuerliche Einsprache des Heimatschutzes steht aus. «Es geht nun um die Abwägung zwischen Hochwasserschutz und Denkmalschutz», sagt Hirzel. Der Gemeinderat hofft auf einen Entscheid bis spätestens Ende Jahr.

Thomas Fehr Gemeindepräsident Horn (Bild: pd)

Thomas Fehr Gemeindepräsident Horn (Bild: pd)

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